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Kaschmir:Feine Fäden im Netz

Barbara Giandomenico (links) und Katharina Kopp waren sich auf Anhieb sympathisch.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Die Strick-Designerin und ihre Online-Händlerin

Katharina Kopp / Barbara Giandomenico Am Beispiel der Lieferengpässe, zu denen es kurzfristig bei dem glitzernden Kaschmirgarn kam, lässt sich gut erzählen, wie eine Kooperation zwischen einer Designerin und einer Händlerin abläuft. "Da hat die Katharina gleich gesagt, das macht nichts, Strick wird eh erst gekauft, wenn es kalt wird", sagt Barbara Giandomenico. Also traf die kleine, nachhaltige Kinderkollektion von Barbara Giandomenico und Katharina Kopp - die eine Inhaberin des Kaschmirlabels "Studio 163", die andere betreibt den Kindermode-Online-Shop "Kleine feine Leute" - erst Mitte Oktober aus einer kleinen Strickerei in der Mongolei in München ein. Vier Wochen später als geplant, dafür mit glitzernden Streifen und Mini-Pompons bei den Mädchensachen.

Ohne ein gemeinsames Stilempfinden lässt es sich nicht kooperieren. "Wir haben uns gegenseitig gefallen", sagt Barbara Giandomenico. Gleich beim ersten Treffen, im Frühjahr 2017, als die Designerin bei einem Pop-up-Store von Kopp vorbei schaute. Im Mai ging es los, unter anderem galt es die Farben festzulegen. Mintgrün? Sieht nicht aus, fand Giandomenico, zitronengelb ist auch nicht das Wahre bei kuscheligen Jäckchen.

Letztlich entschieden sich die Frauen für ein warmes Rostrot und ein Dunkelblau bei ihren Strickjacken, wobei Kopp dann noch dazu anregte, jene für Jungs im Schnitt einer Collegejacke zu halten. Ist lässiger. Und für Kopp sicher eine schönes Abwechslung zum Wareneinkauf. Profitieren sollten von einer Kooperation ja immer beide. Katharina Kopp eben, indem sie sich kreativ betätige, sagt Giandomenico. "Und ich habe den Nutzen, dass die Sachen in ihrem Online-Shop gekauft werden können."