Prozess am Oberlandesgericht München:„Zehn Tonnen Waffen und Munition“ für die Entführung Karl Lauterbachs

Lesezeit: 2 min

Eine Gruppe plante, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zu entführen. (Foto: Markus Scholz/dpa)

Ein Hilfsarbeiter soll die Lieferung einer Gruppe angeboten haben, die die Bundesregierung stürzen wollte. Vor Gericht will er „seine Unschuld beweisen“.

Von Susi Wimmer

Schon als fünfjähriger Bub, so erzählt Julian V., habe er andächtig gelauscht, wenn sein Opa, der im Zweiten Weltkrieg bei der Wehrmacht war, Geschichten erzählte. Abends lief daheim Marschmusik, und schon damals sei ihm klar gewesen, dass auch er „zum Militär“ wolle. Tatsächlich meldete sich der Münchner nach seiner Zeit bei der Bundeswehr zur Fremdenlegion. Und Jahre später soll V. eine terroristische Vereinigung unterstützt haben, die plante, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zu entführen und ein vermeintlich weiterhin existierendes Deutsches Reich wiederherzustellen. So jedenfalls sieht es die Generalstaatsanwaltschaft. Julian V. sagte am ersten Verhandlungstag vor dem 8. Staatsschutzsenat am Oberlandesgericht München nur: „Ich werde hier vor Gericht meine Unschuld beweisen.“

Zur SZ-Startseite

SZ PlusMassive Sparpläne
:München geht das Geld aus

Explodierende Kosten, immer höhere Personalausgaben, steigende Schuldenlast: Damit die Stadt einen regelkonformen Haushalt aufstellen kann, müssen die Referate 150 Millionen Euro einsparen. Die Streichliste kommt schon bald.

Von Heiner Effern

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: