Die Podiumsdiskussion ist vorbei, Jamila Schäfer könnte jetzt getrost nach Hause gehen zu ihrer Familie und ihrer kleinen, erst fünf Monate alten Tochter. Doch die Bundestagsabgeordnete bleibt an diesem Abend noch eine bemerkenswert lange Weile in der Bibliothek des Münchner Literaturhauses, wo sie zuvor auf einer Bühne mit Spitzenpolitikern anderer Parteien über Wirtschaftsthemen debattiert hat. Viele der überwiegend jungen Besucher der Veranstaltung haben noch Informationsbedarf angesichts der bevorstehenden Bundestagswahlen am 23. Februar; sie wollen dies und das und jenes genauer wissen, von Migration über Bürgergeld bis zur Schuldenbremse. Also stellt sich Jamila Schäfer den Fragen. „Mir ist es wichtig, mit jungen Menschen im Gespräch zu sein“, erklärt sie zwischendurch, „viele haben das Gefühl, dass Politiker sich nicht für ihre Zukunft interessieren.“
Münchner Kandidaten für die BundestagswahlDie einzige Grüne mit einem Direktmandat in Bayern
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Jamila Schäfer hat 2021 den Wahlkreis München-Süd gewonnen und will ihr Mandat verteidigen. Der „panischen Migrationsdebatte“ von Friedrich Merz stellt sie „fünf bessere Antworten auf Aschaffenburg“ entgegen.
Von Joachim Mölter
