Münchner Theater in GeldnotSparprogramm für die Kammerspiele

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Barbara Mundel, die Intendantin der Münchner Kammerspiele, will „künstlerische Qualität auch unter schwierigen finanziellen Bedingungen“ sichern.
Barbara Mundel, die Intendantin der Münchner Kammerspiele, will „künstlerische Qualität auch unter schwierigen finanziellen Bedingungen“ sichern. Robert Haas

Landeshauptstadt München und Münchner Kammerspiele verständigen sich auf mehrjähriges Konsolidierungskonzept.

Von Susanne Hermanski

Münchens städtische Kulturinstitutionen stehen aufgrund der angespannten Haushaltslage unter massivem Spardruck. Die Reserven sind aufgebraucht, und die Perspektiven für die nächsten Jahre versprechen eher eine Verschärfung als eine Besserung der Lage. Deswegen haben sich der Stadtrat und die Münchner Kammerspiele an diesem Donnerstag auf ein mehrjähriges Konsolidierungskonzept geeinigt, das den Fortbestand der Institution und Planungssicherheit für ihre künstlerische Leitung bringen soll.

Demnach wird der „städtische Zuschuss dauerhaft um 1,14 Millionen Euro gekürzt. Die Kosten werden strukturell um 2,6 Millionen Euro abgesenkt. Die Einnahmen werden im Verlauf des Konzepts um ein Drittel gesteigert.“ Zudem sollen interne Abläufe und Strukturen modernisiert werden. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der Stadt und des Theaters hervor. Der Stadtrat der Landeshauptstadt München hat dem in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag zugestimmt. Das Konsolidierungskonzept trägt den Namen „MK:2030“ und erstreckt sich über mehrere Jahre.

Die Münchner Kammerspiele haben das Konzept selbst entwickelt. München greift damit als eine der ersten Städte die Empfehlung des Deutschen Städtetages und des Deutschen Bühnenvereins auf, in finanziell schwierigen Zeiten einen Zukunftspakt Bühne zu schließen.

Barbara Mundel, Intendantin der Münchner Kammerspiele, ist der Meinung, „mit diesem Konzept schaffen wir eine Grundlage, um die künstlerische Qualität auch unter schwierigen finanziellen Bedingungen zu sichern“. Die Einschnitte würden „spürbar sein und uns herausfordern“. Aber sie verbinde mit MK:2030 die Hoffnung, „dass die vom gesamten Haus getragene künstlerische Exzellenz erhalten bleibt“.

Marek Wiechers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München begrüßt „die Initiative der Münchner Kammerspiele, eigene Vorschläge zur Konsolidierung dem Stadtrat vorzulegen“.  Er sieht darin „ein deutliches Zeichen für ein verantwortliches und solidarisches Handeln“.

Auch die Schauburg, das mit seinem Haupthaus in Schwabing gelegene Theater der Jugend, gehört zum Verbund. Deren Intendantin Andrea Gronemeyer interpretiert die Zustimmung des Stadtrats als „starkes Bekenntnis zur Bedeutung unserer Theater“. Gerade die Schauburg erreiche mit ihren künstlerischen und pädagogischen Angeboten Kinder, Jugendliche und Familien aus allen Stadtteilen, sozialen Milieus und kulturellen Hintergründen. „Der Zukunftspakt sichert, dass ‚München ist Kultur‘ nicht nur für eine privilegierte Minderheit gilt.“

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