Vespetta kommt gleich zum Punkt: „Wer will mich? Bin Kammermädchen“, fragt sie zwitschernd ins Publikum. Lange dauert es nicht, dann hat sie einen Job und sogar einen Mann an der Angel – Pimpinone, der Georg Philipp Telemanns komischer Oper ihren Namen gegeben hat. Und so nimmt das Unglück seinen Lauf. Männer verlieren die Kontrolle, werden zu Spielbällen ihrer Affekte. Mit anderen Worten: Sie machen sich zum Affen an diesem Abend, den die Kammeroper München mit zwei kurzen Opern im Silbersaal des Deutschen Theaters füllt: „Szenen zweier Ehen“. Ein Fest des gewitzten Musiktheaters.
Kammeroper MünchenMusiktheater, ganz nahbar und gewitzt
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Florentine Schumacher wirbelt als manipulatives Kammermädchen über die Bühne – und die Männer machen sich zum Affen.
Tobias MelleDie Kammeroper München begeistert im Silbersaal des Deutschen Theaters in München mit zwei kurzen komischen Opern.
Kritik von Paul Schäufele
