Klassik:Kammeroper rettet die Operette

"Zwei Herzen im Dreivieteltakt": Die Kammeroper München zeigt einen Operettenabend in der Allerheiligen-Hofkirche.

Alexander Krampe, der Zauberarrangeur der Münchner Kammeroper, hat ein Faible für die Operette und hadert mit deren Schicksal, einst blühend, von den Nazis zertrümmert, nach dem Krieg meist spießig auferstanden. Am 22. und 23. Oktober revidiert die Kammeroper diesen Eindruck in der Allerheiligen-Hofkirche (jeweils 19 Uhr). "Zwei Herzen im Dreivierteltakt" heißt der Abend, die Herzen gehören Daniel Behle (Tenor) und Daniela Fally (Sopran), sie singen extrem Bekanntes von Lehár, Strauß und Millöcker und auch Entlegeneres, Eduard Künneke darf nicht fehlen. Der Schauspieler Thomas Loibl trägt Texte zur Geschichte der Operette und deren Rezeption vor, arbeitete zusammen mit Krampe an diesen. Und eine Welturaufführung gibt es auch: Daniel Behle komponierte die Operette "Hopfen und Malz", eine "Bieroperette vom Nordseestrand", aus welcher zum ersten Mal die Ouvertüre erklingt. Wie immer im herrlichen Arrangement von Krampe, gespielt vom Orchester der Kammeroper unter Christian Reif.

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