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Kaffeehaus am Odeonsplatz:So sieht das Tambosi nach dem Umbau aus

Zehn Monate mussten die Münchner warten, jetzt können sie wieder ins älteste Kaffeehaus der Stadt. Aber es hat sich einiges verändert.

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Quelle: Catherina Hess

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Zehn Monate hat der sechs Millionen Euro teure Umbau gedauert, seit Anfang der Woche hat das Tambosi am Odeonsplatz wieder geöffnet. "Soft Opening" nennen die neuen Wirte, die Brüder Pino (im Bild rechts) und Ugo Crocamo, die Wiedereröffnung ohne viel Tamtam. Am 14. November soll es aber ein "Grand Opening" geben, für das offenbar Gianna Nannini angefragt wurde. Erst mal muss sich das neue Team jetzt aber einspielen.

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Quelle: Catherina Hess

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München hat also eine gastronomische Institution zurück - und die hat sich ziemlich verändert. Das Erdgeschoss haben die neuen Betreiber völlig umgestaltet. Wo sich früher die Küche befand, ist jetzt eine langgezogene Bar. Gekocht wird nun in zwei Küchen im Keller.

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Quelle: Catherina Hess

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Das Erdgeschoss mit Schachbrett-Muster-Boden wirkt aufgeräumter und luftiger als zuvor. Die Einrichtung ist elegant, aber gemütlich. Smaragdgrüne Sessel garantieren bequeme Stunden in Münchens ältestem Kaffeehaus. Dessen Geschichte reicht bis in das Jahr 1775 zurück, als der Italiener Giovanni Pietro Sardi am Hofgarten einen kleinen Kiosk aufstellen durfte.

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Quelle: Catherina Hess

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Der obere Stock, in dem sich nun ein Restaurant befindet, kommt ebenfalls edel daher: Hier dominiert die Farbe Steingrau. Großzügige runde Sitzecken bieten auch für größere Gesellschaften Platz.

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Quelle: Catherina Hess

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Rote Lampen werfen das warme Licht an die cremefarbenen Wände. Hier soll es gehobene, aber bezahlbare Küche geben. Das Gourmetlokal bietet mediterrane Gerichte und Menüs, es hat im Sommer nur abends geöffnet, im Winter auch mittags.

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Quelle: Catherina Hess

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Das Herzstück des Tambosi ist aber weiterhin die Sonnenterrasse mit dem allerbesten Blick auf Feldherrenhalle und Theatinerkirche. Auch hier bleiben die neuen Besitzer im Farbkonzept und haben sich für mausgraue Stühle entschieden. Ob die bequemer sind als die vorherigen, wird sich zeigen. In jedem Fall ein schöner Kontrast zu den orangeleuchtenden Aperol-Spritz, die hier bevorzugt getrunken werden. Das Kaffeehaus im Erdgeschoss und damit die Sonnenterrasse hat - wie bisher auch schon, da müssen sich die Stammgäste nicht umgewöhnen - täglich geöffnet, von morgens um acht Uhr bis nachts um eins.

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Quelle: Catherina Hess

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Die Inka Odeonsplatz GmbH & Co. KG, die zur Immobilienholding der Firma Inselkammer gehört, hat sich den Umbau und die Sanierung des alten Klenzebaus einiges kosten lassen: sechs Millionen Euro. Ein Viertel davon fällt für die Umbauten im Hofgarten an, um eine direkten Zugang zur Küche zu ermöglichen. "Die Gäste hatten sich oft beschwert", sagt Ugo Crocamo, "dass sie lange auf das Essen warten mussten. Das wird jetzt anders."

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Quelle: Catherina Hess

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Die Kosten schnellten aber auch in die Höhe, weil in dem gut 190 Jahre alten Gemäuer viel erneuert werden musste. Refinanzieren lässt sich das mit Gastronomie wohl kaum; Ugo Crocamo sagt, Inka sei ihm bei der Pacht durchaus entgegengekommen, wofür er sehr dankbar sei.

Pino und Ugo Crocamo übernehmen Cafe Tambosi in München, 2017

Quelle: Catherina Hess

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Der 900 Quadratmeter große Biergarten im Hofgarten (hier noch während der Bauarbeiten) hat größere Tische und Stühle als bisher und eine bessere Anbindung an die Küche bekommen.

Architektur Hofgarten Lehel

Quelle: SZ

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Die bisherigen Wirte des Kaffeehauses am Odeonsplatz, Frank und Andrea Waldecker, hatte Ende 2016 nach fast 20 Jahren aufgegeben. Grund dafür sei eine "exorbitante Mieterhöhung", sagte das Betreiberpaar damals. 1997 hatten sie das damalige Café Annast übernommen, erweitert und es wieder nach dem früheren Besitzer Luigi Tambosi benannt.

© SZ.de/jana/ebri
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