Satire:Die Spaltung der Kabarett-Szene

Satire: 2021 trat Helmut Schleich braun geschminkt in seiner Sendung als Maxwell Strauß auf, was ihm den Vorwurf des "Blackfacing" einbrachte.

2021 trat Helmut Schleich braun geschminkt in seiner Sendung als Maxwell Strauß auf, was ihm den Vorwurf des "Blackfacing" einbrachte.

(Foto: Arnulf Hettrich/imago images)

Monika Gruber mobilisiert zur Demo auch den rechten Rand, Helmut Schleich provoziert mit Blackfacing und Dieter Nuhr macht sich Sorgen, dass man nicht mehr alles sagen darf. Ein konservatives Kabarett war lange Zeit undenkbar. Das hat sich grundlegend geändert.

Von Oliver Hochkeppel

Dass sich Kabarettisten an Demos beteiligen, ist nicht neu. Von "Zieh mit, wähl Schmidt" über die Proteste gegen den Nato-Nachrüstungsbeschluss bis zur legendären Lichterkette in München, oft reihten sich Kabarettisten mit ein. Manche Karrieren starteten sogar so: Ein Matthias Deutschmann etwa wurde in den frühen Siebzigerjahren durch die Anti-Atomkraft-Bewegung dazu getrieben, "politische Gefühle mit satirischen Mitteln in die Öffentlichkeit zu bringen", wie er es einmal formulierte.

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