Konux

Ihr größter Fan ist wahrscheinlich der Chef der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, aber er setzt ja auch auf sie. Denn vielleicht wird er es einmal den paar Jungs aus Sendling zu verdanken haben, dass die Züge im ganzen Land pünktlicher einfahren. Andreas Kunze entwickelt mit seinen zwei Mitgründern in der Flößergasse intelligente Sensoren, die Verkehrsunternehmen wie der Bahn in Echtzeit melden sollen, welche Weichen sie warten müssen, bevor diese brechen. Bevor Dutzende Züge sich verspäten und eine Firma Millionen kosten. Investoren aus den USA haben Kunze ihr Geld überlassen, unter anderem Andreas von Bechtolsheim, ein deutscher Entrepreneur, der in den Neunzigerjahren als einer der ersten in Google investierte und der Kunze irgendwann in einer Butze auf seiner Garage in Palo Alto schlafen ließ. An einigen Weichen der Bahn hat Konux seine Sensoren bereits angebracht, sie messen die Vibrationen, den Druck, später sollen sie im gesamten Netz Defekte melden. Platz ist in den Büros in der Flößergasse noch viel, mehr als 30 Leute sitzen bislang hier, der Andrang aber ist groß: Mehr als 1000 Leute haben sich in den vergangenen Monaten bei Konux beworben.

Bild: Alessandra Schellnegger 7. November 2016, 15:392016-11-07 15:39:05 © sz.de/imei