Ballett:Angekommen im Traumjob

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Ballett: Julian MacKay kommt viel in der Welt herum. Doch nun freut sich der junge Amerikaner aus Montana auf das Münchner Publikum, das er für eines der besten überhaupt hält.

Julian MacKay kommt viel in der Welt herum. Doch nun freut sich der junge Amerikaner aus Montana auf das Münchner Publikum, das er für eines der besten überhaupt hält.

(Foto: Nicholas MacKay/MacKay Productions)

Julian MacKay ist neuer Erster Solist am Bayerischen Staatsballett. Mit elf Jahren hat er seine Heimat Montana verlassen und als erster US-Tänzer seine gesamte Ausbildung an der berühmten Moskauer Bolshoi-Ballett-Akademie absolviert. Heute sieht er sich als Weltbürger, der gerade begeistert dabei ist, München zu seinem Zuhause zu machen.

Von Jutta Czeguhn

Ob er Russland vermisse? Man kommt nicht oft in die Verlegenheit, diese Frage ausgerechnet einem jungen Amerikaner zu stellen. Im Probenhaus des Bayerischen Staatsballetts aber, am beinahe disneyhaft münchnerischen Platzl, ist das Thema Russland irgendwie virulent. Ex-Direktor Igor Zelensky ist skandalumtost gen Moskau entschwunden, und mit ihm das großartige Solistenpaar Jonah Cook und Ksenia Ryzhkova. Der neue Chef im Haus, der Franzose Laurent Hilaire, wiederum quittierte nach Ausbruch des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine seinen Job als Ballettdirektor am Moskauer Stanislawski-Theater und wechselte nach München. Nun also Julian MacKay. Nein, er kommt nicht direkt aus Moskau oder St. Petersburg, sondern war zuletzt am San Francisco Ballet engagiert. Dennoch geht die Frage okay: Der 25-Jährige aus Montana, diesem naturgewaltigen Bison-Staat, hat nahezu seine gesamte Tanzausbildung an der berühmten Bolschoi-Ballett-Akademie in Moskau absolviert, als erster Amerikaner überhaupt. Also, sind da wehmütigen Gefühle? - "Ich würde sagen, dass ich einige liebe Freunde dort vermisse, und ich bin sehr dankbar für alles, was ich dort als Tänzer und Künstler gelernt habe, aber ich bin froh, neue Erfahrungen und Anfänge zu machen."

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