Seine Wollmütze. Sie bedeutet dem jungen Mann sehr viel. Ausziehen? „Keinesfalls“, sagt der 23-Jährige und zieht sie gleich noch etwas tiefer in sein Gesicht. Er senkt seinen Kopf, spielt nervös mit seinen Fingern. Dann beginnt er zu erzählen. Wie es dazu kam, dass er mit Depressionen zu kämpfen hat. Und mit einer diagnostizierten Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS).
Psychische ErkrankungenWenn der Kopf an 20 Orten gleichzeitig ist
Lesezeit: 5 Min.

Junge Menschen mit psychischen Erkrankungen benötigen oft besondere Wohnformen – mit Rückzugsmöglichkeiten, aber auch empathischen Betreuern, die ihnen helfen, den Alltag zu strukturieren. Seit Kurzem gibt es auf dem Wohnungsmarkt ein neues Angebot.
Von Nicole Graner
