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Josephine Baker:Die Unerhörte und Verehrte

Bei ihrer Ankunft in München wird Baker im September 1950 freundlich begrüßt.

(Foto: Imago)

Die Polizei verbietet der Ausnahmekünstlerin, 1929 in München aufzutreten. 1950 kehrt sie zurück - und wird umso enthusiastischer gefeiert. Über eine besondere Frau in besonderen Zeiten.

Von Wolfgang Görl

Am Nachmittag des 7. September 1950 fährt auf dem Münchner Hauptbahnhof, der nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg noch immer ein Provisorium ist, der Orient-Express ein, jener legendenumwobene Luxuszug, der seine glamourösesten Tage zu dieser Zeit längst hinter sich hat. Im Zug sitzt eine Frau, die ebenfalls eine Legende ist, aber eine, die lebt, die die Welt mit immer neuen Facetten ihrer Persönlichkeit überrascht, und die ein Feuilletonist der Süddeutschen Zeitung nach ihrem Auftritt im Kongress-Saal des Deutschen Museums als "ein farbiges Wunder an Musikalität, Bewegung und Lebensfreude" feiern wird.

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