Wie mehrere italienische Medien berichten, laufen Ermittlungen gegen zwölf Personen wegen möglichen Betrugs am Teatro di San Carlo in Neapel. Zu den Namen, die bekannt wurden, zählen auch der aus München stammende Startenor Jonas Kaufmann und Opernregisseur Claus Guth, des Weiteren Sopranistin Asmik Grigorian und der polnische Regisseur Krzysztof Warlikowski. Kaufmann weist die Vorwürfe zurück. Den Berichten zufolge soll es in der Amtszeit des ehemaligen Superintendenten Stéphane Lissner zu Unregelmäßigkeiten in Bezug auf Honorare gekommen sein. Die Rede ist von Lehrverträgen und Meisterkursen, für die Künstler bezahlt worden seien, die sie aber nie erfüllt hätten. Es gilt für alle Beschuldigten die Unschuldsvermutung.
Jonas Kaufmann hat auf seiner Facebookseite zu den Berichten über die Ermittlungen am Teatro San Carlo am Mittwoch Stellung genommen: „Vor einiger Zeit hörte ich gerüchteweise von einer Untersuchung im Teatro San Carlo. Grundsätzlich finde ich es nur richtig, wenn bei der Verteilung von öffentlichen Geldern genau hingesehen wird. In diesem Fall bin ich aber doch erstaunt, meinen Namen in Zusammenhang mit Ermittlungen zu lesen. Ich kann nur sagen, dass ich erfüllt habe, was vertraglich vereinbart war.“

