Jörg Overmann, 64, ist der neue Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB), eine der bedeutendsten Sammlungen der Welt. Der Mikrobiologe hat auch den Lehrstuhl für Molekulare Biodiversitätsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) übernommen. Zuvor war er wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts DSMZ (Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen) in Braunschweig. Sein Vertrag läuft fünf Jahre. In dieser Zeit soll er die SNSB modernisieren und das Naturkundemuseum Bayern endlich auf den Weg bringen. Es soll anstelle des Museums Mensch und Natur entstehen. Das Projekt, vor 15 Jahren von der Biologin Auguste von Bayern und dem damaligen Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) ins Leben gerufen, war durch politische Querelen ins Stocken geraten. Vor Overmann stehen also große Aufgaben. Doch er kennt München und die Sammlungen gut. Bis 2010 forschte er als Biologe in einem Institut der LMU in Nymphenburg, in Sichtweite seines jetzigen Arbeitsplatzes im Botanischen Garten.
Naturkundemuseum Bayern„Wir sind keine Lobbyorganisation für Artenschutz“
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Die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns haben mit Jörg Overmann einen neuen Chef. Wie er das kleine Museum Mensch und Natur in Schloss Nymphenburg in ein international beachtetes Haus verwandeln will.
Interview von Martina Scherf
