Zauberkunst:Am Rand der Realität

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Die Reise ins Land der Illusionen tritt der Münchner Magier Jörg Alexander mit einer Amillarsphäre - einem historischen astronomischen Messgerät für Sternenkonstellationen - und seiner Partnerin Carola an. (Foto: Jörg Alexander)

Der Münchner Magier Jörg Alexander startet die zehnte Ausgabe seiner Reihe "Magie & Kulinarik" im Teamtheater - erstmals auch in einer englischen Version.

Von Barbara Hordych

Unter dem Künstlernamen "Alexander, the man who knows" - "Alexander, der Mann, der weiß" - war der Amerikaner Claude Alexander Conlin, ausstaffiert mit orientalischen Gewändern und einem gefiederten Turban, Anfang des vergangenen Jahrhunderts schon rein optisch eine Schau - Furore machte er dann als hoch bezahlter Bühnenmentalist, spezialisiert auf Hellseherei. "Natürlich ein absoluter Scharlatan, ich schätze elf Mal verheiratet, zwischendurch saß er im Gefängnis, eine Mordanklage gab es meines Wissens auch", erzählt der Münchner Zauberer Jörg Alexander. Nichtsdestotrotz wird er in der zehnten Ausgabe seiner Reihe "Magie & Kulinarik", die am 14. Oktober im Teamtheater Premiere hat, unter anderem auch an diese historische Zauber-Persönlichkeit erinnern. Indem seine Partnerin Carola in die Rolle von "Caroline, the woman who knows" schlüpft und das Publikum mit ihren Fähigkeiten beeindruckt - "sie verfügt über ein fantastisches Gedächtnis", verrät Alexander im Vorfeld.

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Auch von einem weiteren "absoluten Schlitzohr" wird der Spezialist für Zauberhistorie erzählen, von dem 1836 geborenen amerikanischen Trickbetrüger und Scharlatan Henry Slade, der vorgab, in Séancen mit Geistern von Verstorben in Kontakt treten zu können. Stoff genug allemal für den vielfach ausgezeichneten Münchner Magier, der auch ein Vorreiter in der Geschichten erzählenden Zauberkunst in Deutschland ist. Wo sieht er sich selbst inmitten dieser Scharlatane? "Von ihnen grenze ich mich deutlich ab", sagt der ursprünglich als Diplom-Ingenieur ausgebildete Zauberkünstler. "Niemals würde ich von mir behaupten, übersinnliche Fähigkeiten zu besitzen, ich verstehe mich vielmehr als ein ,Reiseleiter ins Land der Illusionen'."

In diesem Land erwartet die Zuschauer und Zuschauerinnen so manche Überraschung. Beispielsweise wenn der Zauberkünstler dem Gast aus dem Publikum, der beim Pokern zu Dritt auf der Bühne das schlechteste Blatt in der Hand hat, aus großer Entfernung auf wundersame Weise zum Sieg verhilft. Seine neueste Idee verdankt er einer Dame aus dem Publikum: Für alle "Expats" in München präsentiert er am 10. Dezember seine Show erstmals in einer englischen Version - unter dem Titel "Magic in the City".

Die Reise zum Staunen - Magie und Kulinarik (von Taste Munich), Sa./So., 14./15. Okt., 18 Uhr; Magic in the City, So., 10. Dez., 18 Uhr, Teamtheater, Am Einlass 4, Telefon 36 10 04 22; www.zauberkunst.de

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