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Jannik Obenhoff:Abenteuer für alle

Instagramer Jannik Obenhoff fotografiert an der Münchner Freiheit

Als Kind nahmen die Eltern Jannik Obenhoff mit in die bayerischen Berge, nun bewandert er die Wildnis in der ganzen Welt.

(Foto: Florian Peljak)

Seine Natur-Fotos zählen zu den wichtigsten im Netz.

Knapp 800 000 Menschen folgen ihm auf Instagram, in die Liste seiner Kunden reihen sich Apple, Greenpeace und Nikon. Und das mit 19 Jahren. Größenwahn sucht man bei dem Münchner Fotografen Jannik Obenhoff trotzdem vergeblich. Im Gegenteil: Er wirkt entspannt, auf dem Boden geblieben. Fast so, als hätten die imposanten Natur-Kulissen, die der Outdoor-Fotograf einfängt, ihn Demut gelehrt. Es sind Bilderbuch-Abenteuer aus Chile, Finnland, Neuseeland oder dem Altai-Gebirge voller Schnee, Eis, Geröll, Seen, Tieren und Himmel, die majestätisch und zugleich heimelig wirken.

Es war die Faszination für die Natur, die Jannik Obenhoff überhaupt zur Fotografie brachte. Als Kind nahmen seine Eltern ihn mit zum Wandern in die Berge. Mit zwölf Jahren fing er an, dabei zu fotografieren. Zunächst mit einem iPod, die erste Kamera kam später. Dass er heute so viele Menschen erreicht, sei ein Stück weit Zufall. Direkt zu Anfang seines vor sechs Jahren gegründeten Accounts sei er von Instagram selbst präsentiert worden. Das habe ihm an einem Tag 10 000 Anhänger beschert.

Dass der 19-Jährige heute allerdings als einer der einflussreichsten Fotografen im weltweiten Web gilt, dass er Mitglied bei den "German Roamers", dem größten Fotografen-Kollektiv Europas, ist, hat wohl weniger mit Glück, als mit Talent zu tun. Und dennoch, soll Jannik Obenhoff seinen Werdegang beschreiben, verzichtet er auf große Reden und bleibt lapidar bei: "Das hat sich alles einfach so ergeben."

© SZ vom 03.06.2020
Theo Vanity, 2018

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