Konzert auf TollwoodFeiern und tanzen mit Jamie Cullum

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Pianist und Showman: Jamie Cullum bei seinem Konzert in der Musikarena.
Pianist und Showman: Jamie Cullum bei seinem Konzert in der Musikarena. (Foto: Ralf Dombrowski)

Beim Tollwood-Finale in der Musik-Arena ist Jamie Cullum begeistert von seinem Publikum. So war das Konzert.

Kritik von Ralf Dombrowski

Am Schluss sitzt Jamie Cullum alleine am Flügel und singt dem Tollwood ein Lied, eine namentliche Hymne auf das Festival, das ihn zum Finale mit ausverkaufter Musik-Arena empfangen hatte. Und man glaubt dem 45-jährigen Briten den typischen Satz aller Rockstars – „Ihr seid ein großartiges Publikum“ – ein bisschen mehr als anderen, weil er hinzufügt: „Ich habe so viele gute Erinnerungen an euch. Schon meinen ersten Auftritt außerhalb Englands hatte ich in Murnau“.

Als Abschiedsgruß gibt er den Fans dann noch eine zerbrechlich sanfte Version von „What A Diff’rence A Day Made“ als Ohrwurm mit auf den Weg, nachdem er zuvor fast zwei Stunden lang das große Entertainmentprogramm geboten hatte. Und das kann er. Jamie Cullum ist ein Meister gewitzter und geschmackvoller Unterhaltung.

Mit siebenköpfiger Band einschließlich Bläsern und zwei Backgroundstimmen spannt er den Bogen von Ray Charles bis in die Gegenwart. Er springt vom Flügel und über die Bühne, läuft singend durchs Publikum und tobt am Klavier. Da stehen Soul auf dem Programm und ein Hauch von Jazz, „Singing In The Rain“ und „Everybody Wants To Be A Cat“, ein hinreißend sentimentales „Don’t Stop The Music“ aus eigener Feder oder auch ein langgezogener Afro Beat, mit dem er alle die im Zelt zum Tanzen animiert, die es nicht eh schon tun.

Kaum etwas davon ist neu, aber darum geht es ihm auch. Denn Mauern sollen andere einreißen. Jamie Cullum liebt Soul, Vocal Jazz, physisch erlebbaren Swing und Rhythm & Blues. Er ist ein ausgezeichneter Sänger, ein brillanter Pianist und Showman, der energiegeladen über die Bühne wirbelt. Er ist Leader einer vorzüglich eingespielten Band, der es schafft, seine Musiker und Musikerinnen ebenso mit auf die Reise ins Wohlgefühl zu nehmen wie sein Publikum. Dafür braucht er keine anderen Stimulationen als gute Songs der vergangenen siebzig Jahre. Wenn man dem Tollwood neben einer Pianohymne eine Botschaft mitgeben will, dann hat Jamie Cullum sie vorbildlich formuliert: Vertraut auf die Kraft fröhlicher, positiver, versöhnlicher Musik! Sie bringt Menschen zusammen.

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