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Interview mit Helge Schneider:"Hier ist es ja auch dreckig"

Helge Schneider in München

Helge Schneider hat in Niederbayern als Kind häufig die Sommerferien verbracht, was ihn dazu befähigt, auf schneiderhafte Art München zu analysieren.

(Foto: Natalie Neomi Isser)

Entertainer Helge Schneider mag München, die Zuhörer aus dieser Stadt und vor allem deren gutturale Klänge aus dem unteren Brustbereich.

Helge Schneider kommt in den Konferenzraum, kurze Hose, weißblaues Hemd, schließlich geht es um München. Er schaut aus dem Fenster und sieht eine Frau, die zwei Hunde an der Leine ausführt. "Guck ma, dat jibbed nur in München, glaub ich." Glaubt er natürlich nicht. Aber Schneider ist schon im Bühnenmodus. Er ist eigentlich auf der Durchreise, um eine Orgel abzuholen. Aber wenn der 60-Jährige schon hier ist, gibt er noch ein paar Interviews, um seine Auftritte im Mai anzupreisen (am 12., 13., 14. und 15. Mai im Circus Krone). Also: albernes Outfit, abgeranzte Rockerpose, die Gitarre dämlich drapieren und auf Stichworte warten. Schneider schnappt etwas auf, ein Bild, ein Wort, einen Satz, und verknotet den ursprünglichen Sinn, dass am Ende mindestens etwas Skurriles, wenn nicht gar Kicherkomisches herauskommt. Man könnte jetzt natürlich auch über Mülheim sprechen, seine Heimat, er würde in der ihm eigenen Humor-Art antworten. Ob er es merkt, wenn man ihm im Laufe des Gesprächs zweimal dieselbe Frage stellt, was er von München hält? Klar ist: Er gibt sicher nicht die gleiche Antwort. Und was er wohl aus dem FC Bayern und dem Oktoberfest macht?

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