Sie seien völlig unterschiedliche Typen im Reden, sagt Christine Wunnicke: Sie sei „sehr salopp“, Hans Pleschinski spreche dagegen „druckreif“. Das ist nicht das Einzige, was die Münchner Schriftsteller unterscheidet, die einander beim Gespräch im Literaturarchiv Monacensia unter viel Gelächter häufig widersprechen. Doch die Freunde eint auch viel, etwa ihr historisches Interesse. Jüngst haben beide Bücher veröffentlicht, die in derselben Epoche angesiedelt sind: Hans Pleschinski hat die Aufzeichnungen der Kammerfrau Henriette Campan übersetzt und herausgebracht, die „Das kurze und verschwenderische Glück der Königin Marie Antoinette“ beschreiben (C.H. Beck). Und auch Christine Wunnicke lässt ihren Roman „Wachs“ (Berenberg) im 18. Jahrhundert spielen.
Christine Wunnicke und Hans Pleschinski im Gespräch über Freundschaft und Literatur„Das queere Personal hat bei uns eine große und sehr belebende Bedeutung“
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Christine Wunnicke und Hans Pleschinski sind seit Jahrzehnten befreundet, und sie interessieren sich für ähnliche Themen. Wie beeinflussen die Schriftsteller einander? Ein Gespräch über Freundschaft, Konkurrenz und Figuren aus der Geschichte.
Interview von Antje Weber
