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Ingo Maurer:Ins Licht

An vielen Orten seiner Heimatstadt ist das Werk des verstorbenen Designers zu erleben. Ganz alltäglich und bald in einer Schau der Pinakothek

Es sollte sein großes Jahr werden, dieses 2019. Im Sommer erhielt Ingo Maurer den Schwabinger Kunstpreis, denn auch wenn er weltweit Erfolge feierte - mit seinem Atelier, der "Designerei", war der große Meister des Lichts immer in der Kaiserstraße geblieben. Am 15. November wird in der Pinakothek der Moderne eine Ausstellung ihm zu Ehren eröffnet. Nun wird sie zur posthumen und damit im Grunde viel zu kleinen Werkschau werden. Und weil Ingo Maurers Team in dieser Woche, nach dem Tod ihres Chefs am 21. Oktober, nun viele andere Aufgaben zu bewältigen hat, wird es auch, entgegen der ursprünglichen Planung, zunächst keine feierliche Einweihung seiner letzten großen Lichtskulptur im Residenztheater geben. Geplant war sie für diesen Donnerstag.

Ingo Maurer hat sie für den Wintergarten des Theaters gestaltet, als magisch funkelnde "Silver Cloud", die seit Eröffnung der Spielzeit am vergangenen Wochenende schimmernd über den gesamten Max-Joseph-Platz hinweg zu sehen ist. Wie viele andere Arbeiten Maurers ist auch sie im öffentlichen Raum erfahrbar. So können Münchner und Gäste aus aller Welt etwa im Zwischengeschoss am U- und S-Bahnhof unter dem Marienplatz in seine Farbwelt eintauchen. Auch der viel frequentierte U-Bahnhof der Münchner Freiheit ist von Maurers Vision für ein urbanes Leben geprägt.

In der Paternosterhalle der Pinakothek werden nun feine, kleinere Arbeiten Maurers zu sehen sein: Papier, Porzellan oder Plastikmäuse - alles das eben, was er zum Leuchten und Glänzen brachte.