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Infrastruktur:Mehr Geld für bessere Radwege

Nahmobilitätspauschale soll von zehn auf 25 Millionen Euro steigen

Die Stadt will die sogenannte Nahmobilitätspauschale von zehn Millionen Euro auf 25 Millionen Euro jährlich erhöhen. An diesem Dienstag soll der Bauausschuss des Stadtrats einen entsprechenden Beschluss dazu fällen. Die Erhöhung beantragt haben die Fraktionen der CSU und der SPD. Die Nahmobilitätspauschale wird unter anderem für die Sanierung und Verbesserung von Radwegen verwendet, für die Optimierung von Ampeln und für den Bau von Fahrradstellplätzen. Seit 2014, so teilt das Baureferat mit, seien mit der Pauschale 188 Neu- und Umbaumaßnahmen zur Verbesserung der Radinfrastruktur erfolgt. Dazu wurden 90 Kilometer Radwege saniert, 40 Kilometer Geh- und Radwege in Grünanlagen und 5470 neue Fahrradstellplätze geschaffen, davon 730 überdacht. Außerdem seien 32 neue Fahrradstraßen entstanden (aktuell sind es nun 78) und 87 Einbahnstraßen für den gegenläufigen Radverkehr geöffnet worden.

Ein weiterer Themenschwerpunkt soll künftig die Umsetzung der Ziele des Bürgerbegehrens Radentscheid sein, die der Stadtrat übernommen hat. Diese sehen ein flächendeckendes Netz an breiten Radwegen vor. Kommendes Jahr will das Baureferat wieder den Zustand der bestehenden Radwegenetzes erfassen und einen Maßnahmenkatalog erstellen. Oberstes Ziel sei bei jeder Maßnahme, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Weil auch kurzfristig Schäden an Radwegen auftreten können, sei ein mehrjähriges und verbindliches Sanierungskonzept nicht zielführend. Laut Verwaltung ist der Zustand von 70 Prozent der Wege als gut bis sehr gut zu bewerten. 18 Prozent bekommen das Prädikat zufriedenstellend, zwölf Prozent gelten als ausreichend.