Also hierbei haben die Deutschen schon mal keinen Pokal gewonnen. Aber was macht das schon, wenn 4107 Leute im Publikum und 54 Spielende an 13 Locations einen Heidenspaß bei der Sache hatten? Vier Wochen lang tobte die erste offizielle Improvisationstheater-Europameisterschaft (Impro-EM) durch München, als kulturelles Aufwärmprogramm für die Uefa Euro 2024.
Im Finale hat das Schweizer Team (Simone Schwegler, Björn Bongaards, Romeo Meyer) mit 4:2 gegen Rumänien gewonnen. Es trägt nun den ersten Europameistertitel im Improtheater. Der dritte Platz ging an Belgien, das sich in einem knappen Duell mit 3:2 gegen Griechenland durchsetzte. Neben den Deutschen waren zuvor auch Belgien, Bulgarien, England, Estland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Österreich, Polen, Portugal, Republik Irland, Schweden, Spanien und die Türkei ausgeschieden. Darunter also große Fußballnationen, so viel ist klar.
Was Fußball und Improtheater gemeinsam haben, wurde im Verlauf des Wettbewerbs ebenfalls sonnenklar: Wer es schafft, die Bälle elegant und treffsicher zu verwandeln, die einem andere zuspielen, der setzt sich am Ende durch. Mit anderen Worten: Für die deutschen Kicker ist noch nicht Hopfen und Malz verloren, so sie denn ihr Improvisationstalent auch richtig entfalten.

