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Impressionen aus München:So hat man Bilder noch nicht gehört

Musik inmitten von Kunstwerken: Im Münchner Lenbachhaus spielen Musiker des BR-Symphonieorchesters - und begeistern die Besucher.

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Symphony 80Musik-Performance im Lenbachhaus mit dem BR-Symphonieorchester

Quelle: Christian Krügel

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So haben die Münchner Kandinsky, Marc, Macke und Co. noch nie gehört: Zum Anlass des Kunstareal-Festes spielten Musiker des BR-Symphonieorchester im Lenbachhaus.

Christian Krügel

Symphony 80
Musik-Performance im Lenbachhaus mit dem BR-Symphonieorchester

Quelle: Christian Krügel

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Aber nicht als Orchester, sondern einzeln verteilt und abwechselnd in den Räumen des Museums.

Christian Krügel

Symphony 80
Musik-Performance im Lenbachhaus mit dem BR-Symphonieorchester

Quelle: Christian Krügel

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Der amerikanische Komponist Ari Benjamin Meyers hatte eigens für diesen Abend "Symphony 80" komponiert, eine vierstündige Musikperformance, die die Werke der Blauen Reiter den Zuschauern ganz anders als gewohnt präsentierten. Die Besucher waren begeistert.

Christian Krügel

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Quelle: Claus Schunk

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25. Juni, Münchner Stadtlauf

Eine gefühlt endlose Schlange schiebt sich über die Ludwigsstraße: Kein Wunder, zum 39. Stadtlauf haben sich etwa 20 000 Menschen angemeldet. Mögliche Disziplinen waren Halbmarathon, 10- oder 5-Kilometer-Lauf und eine zwei Kilometer lange Strecke für Kinder.

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Quelle: Claus Schunk

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Sieger des Halbmarathons ist Sebastian Hallmann, der das Ziel nach einer Stunde, elf Minuten und sieben Sekunden erreichte.

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Quelle: Claus Schunk

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Das Wetter hat nicht mitgespielt, schon am Morgen hat es angefangen zu regnen. Andererseits dürfte viele Sportler lieber im Regen laufen, als bei mehr als 30 Grad Hitze.

München: Start RADLNACHT - Königsplatz

Quelle: Johannes Simon

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24. Juni, Radlnacht am Königsplatz

Einmal im Jahr wird in München eine Utopie Wirklichkeit: Straßen werden für Autos gesperrt, stattdessen strampeln Fahrradfahrer durch die Nacht. 15 000 waren es in diesem Jahr, eine lange Kolonne aus Hollandfahrrädern, Mountainbikes, Hochrädern, Tandems und allem, was die mittlerweile 200-jährige Geschichte des Fahrrads sonst noch an Modellen hervorgebracht hat. Bei der "Münchner Radlnacht" gehört die Stadt ihnen, zumindest ein Teil davon, für ein paar Stunden.

Eva Casper

München: Start RADLNACHT - Königsplatz

Quelle: Johannes Simon

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Um kurz vor halb neun stehen die Radler am Samstagabend auf dem Königsplatz und warten auf den Start. Das Signal gibt Oberbürgermeister Dieter Reiter, selbstverständlich mit einer Fahrradklingel - dann geht es los auf die 16 Kilometer lange Strecke.

Eva Casper

München: OPER FÜR ALLE - Max-Joseph-Platz

Quelle: Johannes Simon

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24. Juni, Max-Joseph-Platz

Bessere Bedingungen kann man sich nicht erträumen: Die Opernfestspiele starten in diesem Jahr mit einem Hochkulturpicknick für jedermann. Bei Oper für alle versammeln sich die Massen vor dem Nationaltheater, machen es sich gemütlich und lauschen. Das Konzept kommt an, wie man unschwer erkennen kann.

Wer den Abend verpasst hat, bekommt noch eine zweite Gelegenheit: Die große "Oper für alle" gibt es am 9. Juli mit Wagners "Tannhäuser", Thomas Gottschalk, Kirill Petrenko und der Premierenbesetzung von Romeo Castelluccis Inszenierung.

Tollwood-Festival in München

Quelle: dpa

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24. Juni, Tollwood im Olympiapark

Auch wenn man sich langsam daran gewöhnt haben dürfte, dass es beim Tollwood (alle Infos dazu gibt es hier) stets spektakuläre Skulpturen zu sehen gibt: man staunt jedes Mal aufs neue. Diesmal ragen aufeinandergestapelte Autos in den Himmel, keiiert wurde das Werk vom Künstlerduo Marcus Bowcott und Helene Aspinall.

Der Olympiaturm ist an diesem Wochenende eine beliebte Kulisse ...

Munich Mash

Quelle: dpa

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... denn das Actionsport-Festival Munich Mash findet auch an diesem Wochenende statt. Und so kommt es, dass man an anderer Stelle im Olympiapark Fahrräder durch die Luft segeln sieht.

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Quelle: Alessandra Schellnegger

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24. Juni, Hirschgarten

Die Wellbrüder singen, es gibt ein umfangreiches Programm für Familien und natürlich alles mögliche zu Essen und Trinken: Zur Stadtteilkulturwoche Neuhausen-Nymphenburg kommen allein am Samstag etwa 1000 Menschen. Gut, dass das Festival noch andauert - und zwar bis Donnerstag, 29. Juni. Das Programm gibt es unter www.muenchen.de/stadtteilkultur. Der Eintritt ist frei.

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Quelle: Claus Schunk

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24. Juni, Schloss Nymphenburg

Am Freitag hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen das neuee Cyber-Zentrum eröffnet und das Richtfest für ein neues Gebäude an der Bundeswehr-Universität Neubiberg besucht, am Samstag steht schon der nächste festliche Termin an: Offiziersnachschub, flapsig gesagt.

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Quelle: Claus Schunk

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Von der Leyen befördert 521 Offiziersanwärter, darunter 74 Frauen, zum Leutnant beziehungsweise Leutnant zur See.

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Quelle: Catherina Hess

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21. Juni, Hauptbahnhof

High Five! Das Abklatschen der erhobenen Hände ist bekanntlich Ausdruck dafür, dass einem etwas Großartiges gelungen ist und dass das allen Grund zum Feiern gibt. Philipp ist so ein Mensch, dem man für seine Fähigkeiten am, auf oder über dem Skateboard nur gratulieren kann. Der Sportler des Münchner Vereins "High Five" demonstrierte am Mittwoch mitten in der Schalterhalle des Hauptbahnhofs, was man auf einer Miniramp mit einem rollenden Brett so alles anstellen kann.

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Quelle: Catherina Hess

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Bis zum 4. Juli verwandelt sich die Halle in einen "Skatebahnhof". So lange können Anfänger täglich in Workshops Skateboarden ausprobieren und erste Tricks lernen (15 bis 16.30 Uhr), danach trifft sich dort die Münchner Skaterszene, um Bahnreisenden zu demonstrieren, dass Fortbewegung ziemlich viel Spaß machen und auch noch cool aussehen kann. Der bereits mehrfach für sein soziales Engagement ausgezeichnete Münchner Verein "High Five" richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und bietet Skateboardkurse, aber auch im Winter Ausflüge in die Berge zum Snowboarden an. Schritt für Schritt lernen die jungen Boarder, gemeinsam in ihren Sportarten Fortschritte zu machen. Bis man vielleicht eines Tages auch so ein Überflieger ist wie Philipp.

München Serie Stadtteile / BERG AM LAIM - Architektur

Quelle: Johannes Simon

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Obwohl der Rohbau schon fast fertig ist, fand erst jetzt die feierliche Grundsteinlegung der "Bavaria Towers" statt. Bis Ende nächsten Jahres sollen die vier Hochhäuser am Vogelweideplatz fertiggestellt sein. Bereits vor fast zwei Jahren haben die Abrissarbeiten begonnen. Einige Gewerbebauten aus den Sechziger- und Siebzigerjahren mussten der modernen Architektur weichen.

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Quelle: oh

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Und so soll das Quartett der Türme einmal aussehen. Zwischen 46 und 83 Metern hoch werden sie sein, damit bleiben sie deutlich unter der 100-Meter-Grenze, die vom Hochhaus-Bürgerentscheid festgelegt wurde. Auf dem Gelände sind Lokale und Wasserflächen vorgesehen, im Innern und auf den Türmen sollen verschieden nutzbare Büros, Lobbys, Terrassengeschosse und Dachgärten entstehen.

Langfristig könnte sich hier eine Art Hochhaus-Viertel entwickeln. Zusammen mit dem Hochhaus des Süddeutschen Verlags wirkt das Projekt prägend für das gesamte Gewerbeareal in Richtung Messestadt Riem.

Stadtgründungsfest Marienplatz

Quelle: Florian Peljak

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17. und 18. Juni, Marienplatz

Mit dem Stadtgründungsfest hat die Landeshauptstadt am Wochenende ihren 859. Geburtstag gefeiert. 400 000 Menschen kamen auf den Marienplatz, wo Biertische aufgestellt waren und Bands auftraten. Im Alten Rathaus wurde getanzt, im Alten Hof spielten Kinder das mittelalterliche Stadtleben nach, und am Odeonsplatz konnten Passanten Einblicke in ein Handwerkerdorf der Münchner Innungen erhaschen.

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Quelle: Stephan Rumpf

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17. Juni, Altstadt

Hat da ein Riese seinen Fußabdruck in der Sendlinger Straße hinterlassen? Nein, vielmehr sind es Passanten, die sich beim Straßen.Mal.Fest kreativ austoben. Mit der Malaktion soll dafür geworben werden dass die Sendlinger Straße dauerhaft autofrei wird. Der Stadtrat wird darüber voraussichtlich am 21. und 28. Juni entscheiden.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Zu der Aktion hatten Umwelt- und Verkehrsverbände eingeladen. "Die Sendlinger Straße soll zur Fußgängerzone werden und damit zu einem Raum, in dem Flanieren und Verweilen wieder möglich ist", so die Veranstalter. Wer nicht recht mit der Kreide umzugehen wusste, dem halfen Streetart-Künstler.

Yoga Day des indischen Generalkonsulats, Kulturhaus Milbertshofen, Curt-Mezger-Platz 1

Quelle: Florian Peljak

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17. Juni, Milbertshofen

Bühne frei für Yoga. Im Kulturhaus Milbertshofen hat das indische Generalkonsulat zum dritten Yoga-Tag eingeladen. Sieben Stunden lang können sich Laien Tipps bei Experten holen oder nachmachen, wie Experten Figuren wie die "Schiefe Ebene" (Foto) vorführen.

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Quelle: Stephan Rumpf

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11. Juni, Kreativquartier

Basti Gutmann ist vielleicht die Hauptattraktion des zweiten "Radlkults", das die Organisatoren der "Radlhauptstadt" und des Kreisverwaltungsreferats am Wochenende organisierten - pünktlich zum 200. Jubiläum der Erfindung des Fahrrads. Denn: Der 25-jährige Münchner macht sich gerade auf zu einer zweijährigen Weltreise - mit seinem selbst aus Bambus und Karbon gebauten Fahrrad.

40 075 Kilometer will der gebürtige Schwarzwälder mit seinem Rad zurücklegen und dabei auch noch für die Organisation "Plant for the Planet" werben. Wenn alles gut läuft auf seiner Weltreise, sollen danach dank seiner Mission 40 075 Bäume gepflanzt sein. Am Sonntagmittag startete der "Bamboo Basti", wie er sich auf seiner gleichnamigen Homepage nennt, vom Radkulturfestival im Kreativquartier in Richtung Salzburg.

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Quelle: Stephan Rumpf

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9. Juni, Müllerstraße

Wer kennt es nicht, das berühmte Cover des Beatles-Albums "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band", das vor genau 50 Jahren erschien. John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr stecken in quietschbunten Fantasieuniformen, im Hintergrund allerlei Figuren der Zeitgeschichte wie Karl Marx, H. G. Wells, Albert Einstein und Marlene Dietrich. Am frisch renovierten grünen Haus von Bellevue di Monaco, in das nun junge Geflüchtete einziehen, die dort auch betreut werden, hängt derzeit ein riesiges Transparent, das an das Pepper's-Album angelehnt ist. Im Mittelpunkt stehen allerdings nicht die Fab Four aus Liverpool.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Im Mittelpunkt stehen stattdessen vier Menschen, die aus Nigeria, Afghanistan, Syrien und dem Senegal nach München kamen und "bei uns im Bellevue schon Fuß gefasst haben, hier auf der Baustelle arbeiten oder abends beim Open House ihre Freizeit verbringen", so das Team von Bellevue di Monaco. "Leute wie sie werden uns die nächsten 50 Jahre kulturell beeinflussen." Im Hintergrund sind statt Bob Dylan und Marilyn Monroe bekannte Münchner Gesichter zu sehen, etwa Oberbürgermeister Dieter Reiter, Gerhard Polt und Karl Valentin. Von ihm stammt schließlich der unsterbliche Satz: "Fremd ist der Fremde nur in der Fremde."

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Quelle: Stephan Rumpf

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8. Juni, Sendlinger Straße

Was wie eine festliche Hochzeitsgesellschaft aussieht, ist streng genommen ein Flashmob - zugegeben ein ziemlich fein herausgeputzter. Am Donnerstagabend versammelten sich weit mehr als tausend Münchner ganz in Weiß und verwandelten die Sendlinger Straße vom Sendlinger Tor bis zur Hackenstraße mit Bierbänken und Campingtischen in eine formvollendet gedeckte Tafel, um gemeinsam zu dinieren und auf den Frühsommer anzustoßen.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Wo noch vor knapp einem Jahr Autos parkten und sich Autofahrer meist im Schritttempo durch die enge Altstadtstraße quälten, haben nun Flaneure und eben Feingewandete die Platzhoheit. Zum achten Mal trafen sich Eingeweihte zum "Dîner en blanc" an einem erst kurz zuvor im Internet bekannt gegebenen Ort in der Innenstadt. Im vergangenen Jahr zog die Gesellschaft in Weiß zum Wehrsteg an der Isar. Auch der Marienplatz und der Hofgarten waren bereits Schauplätze der streng genommen illegalen Spontantreffen. Angemeldet werden die Veranstaltungen nämlich üblicherweise nicht. Seit 1988 gibt es die Massenpicknicks, seit in Paris eine überfüllte Gartenparty spontan in den Bois de Bologne verlegt wurde. Wichtigste Regel beim Dîner en blanc ist seither, ganz in Weiß zu erscheinen.

Titanenwurz im Botanischen Garten

Quelle: Florian Peljak

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6. Juni, Botanischer Garten

Nicht nachts, wie die meisten anderen Exemplare, sondern am Nachmittag des Pfingstmontags begann die Titanenwurz im Botanischen Garten am Schloss Nymphenburg ihr Hüllblatt zu öffnen und ihren weltweit größten Blütenstand zu offenbaren. Die Knolle ist mehr als 17 Jahre alt und blüht nun zum ersten Mal überhaupt. Jedoch nur wenige Tage: Die Pflanze beginnt dann sehr schnell zu welken. Der Botanische Garten hat einige Tage extralang geöffnet, teils bis 24 Uhr, damit möglichst viele Besucher die Chance haben, die Blüte zu sehen.

Titanenwurz im Botanischen Garten

Quelle: Florian Peljak

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Die Besonderheit von Amorphophallus titanum (zu Deutsch etwa "unförmiger Riesenpenis"), so der botanische Name der Titanenwurz, ist der modrige Gerucht, den die Pflanze ausstößt. Der schlägt einem im Botanischen Garten schon entgegen, wenn man die Kakteenhalle betritt. Mit dem Aasgeruch lockt die Titanenwurz Insekten zur Bestäubung an. Viele Zuschauer halten ihre Kameras und Nasen in den violetten Trichter und überzeugen sich davon: ja, stinkt wirklich erbärmlich. Aber Aushalten kann man's schon auch.

Theatron Pfingsfest Olympiapark

Quelle: Florian Peljak

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3. Juni, Olympiapark

Das kostenlose Theatron-Pfingstfestival am Olympiasee ist seit Jahren am langen Pfingstwochenende die Anlaufstelle schlechthin für Freunde der Subkultur. Für Veranstalter Thomas Lechner ist es spannend zu sehen, wie sehr die Subkulturen, die er nach München bringt, mittlerweile schon eher Populärkulturen sind.

Theatron Pfingsfest Olympiapark

Quelle: Florian Peljak

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Seit 2000 ergänzt das Pfingstfestival die Sommerveranstaltung im Theatron. Es kostet traditionell keinen Eintritt, bleibt jedoch häufig nicht vom Pfingstregen verschont. Dieses Jahr ging das aber gut, zumindest am Samstag beim Auftritt von der Stray Colors.

Futuro Haus 4

Quelle: SZ

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1. Juni, Pinakotheken

Es versinnbildlichte in den Sechzigerjahren die Zukunftsvision des Bauens: das eiförmige Futuro-Haus des finnischen Architekten Matti Suuronen. Zuversicht in Wissenschaft und Technik und der Glaube an die Eroberung des Weltraums führten bei Architekten und Designern zu den wildesten Überlegungen. Von dem Futuro-Haus aus Kunststoff mit einer Wohnfläche von 25 Quadratmetern wurden damals etwa 70 Exemplare gebaut. Eines davon steht nun auf der Wiese vor der Pinakothek der Moderne.

© SZ.de/anl/imei/bhi/vewo/sekr/axi

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