Impressionen aus München:Riesige Seifenblasen im Englischen Garten

Im Englischen Garten lässt ein Vater zur Freude seiner achtjährigen Tochter riesige Seifenblasen fliegen, im Nymphenburger Schlosspark zappeln die royalen Fische in Netzen. Impressionen aus der Stadt.

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Quelle: SZ

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27. Oktober, Alter Peter

Wenn sich der Nebel verzieht, bietet sich vom Alten Peter herab in diesen Tagen ein Postkarten-Blick. Nur das Gerüst um den Südturm der Frauenkirche trübt das Panorama - und ist hartnäckiger als jeder Herbstnebel. Denn es wird länger als geplant stehen bleiben, mindestens bis zum Herbst 2016. Ursprünglich hatte das Staatliche Bauamt gehofft, schon im Frühsommer mit der Dom-Sanierung fertig zu sein, die schon seit 2010 läuft. Nun aber zieht sich die Erneuerung des Portals länger hin als geplant.

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Quelle: Robert Haas

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26. Oktober, Englischer Garten

Der Wetterumschwung an diesem Wochenende ist angesichts der trüben vergangenen Tage dann doch ziemlich überraschend gekommen. Umso schöner war es für viele, draußen spazieren zu gehen, die Auer Dult noch einmal zu besuchen oder einfach aufs Land oder in die Berge zu fahren. Hubert Spieß verschlug es in den Englischen Garten. Er wollte seiner achtjährigen Tochter eine Freude bereiten und übte, riesige Seifenblasen fliegen zu lassen.

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Quelle: Robert Haas

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Offensichtlich hat er aus den verschiedenen Zutaten die richtige Mischung für die Lauge gefunden: Bunt schimmern die Seifenblasen in der Sonne. Das überdimensionierte Gestänge hat er auch selbst gebaut - aus Holzstöcken und Baumwollschnüren, für die Spieß extra einen Wischmop zerschnitten hat. Die Passanten im Englischen Garten waren schon mal begeistert, die Tochter wird es sicher auch sein.

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Quelle: Robert Haas

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24. Oktober, Schloss Nymphenburg

Fürstlichen Ausblick haben die Fische im Nymphenburger Schlosspark das ganze Jahr über, zumindest wenn sie für ein leckeres Insekt mal kurz an die Wasseroberfläche kommen. Doch an einem Samstag im Oktober ist der Spaß vorbei: Der Fischereiverein Odelzhausen fischt die Kanäle ab.

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Quelle: Robert Haas

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Da gibt es kein Entkommen. Früher wurden die Fische zur Versorgung der Schlossbewohner gezüchtet, heute können die Nymphenburger bis zum Mittagsläuten vor dem Johannisbrunnhaus am Kanal frische Karpfen und andere Fische kaufen.

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Quelle: Robert Haas

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21. Oktober, Färbergraben

Das lässt die Frauenherzen in der Stadt sicher höher schlagen. Elyas M'Barek eröffnet in der Münchner Altstadt sein eigenes Lokal - und zwar an diesem Donnerstagabend im Färbergraben 10. Dann kann jeder in der Bar mit den dunklen Wänden und dem gut sortierten Gin-Angebot einen Drink oder italienische Spezialitäten bestellen. Ob das Freundschaftsprojekt ein Erfolg wird? Noch geben sich der "Fack ju Göhte"- Star und seine beiden Geschäftspartner Fabio Spagna und Gregor Myszor (von links) bescheiden. In den nächsten Wochen werde sich zeigen, ob das "Paisano" bei den Münchnern ankommt - und wie oft M'Barek selbst zu sehen ist in seiner Bar.

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Quelle: Stephan Rumpf

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17. Oktober, Lange Nacht der Museen

Weltraumszenen in greifbarer Nähe: Balletttänzer des Gärtnerplatztheaters treten im Deutschen Museum auf. Fast freischwebend in der Abteilung für Luft-und Raumfahrt.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Hier ist Durcheinander erwünscht: Im Rahmen des Kunstprojekts "Zimmerfrei" lädt das Hotel Mariandl jedes Jahr nach der Wiesn Künstler ein, einige Räume des Hauses zu beziehen und umzugestalten.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Wie eine Miniaturerde schwebt die blau-leuchtende Kugel über den Besuchern des Internationalen Begegnungszentrum der Wissenschaft (IBZ). Dabei geht es zumindest in diesem Raum um etwas eher unwissenschaftliches: Hunger stillen.

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Quelle: Stephan Rumpf

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17. Oktober, Münchner Rathaus

Wer 18 ist, darf mittanzen: Einmal im Jahr lädt die Stadt junge Münchner zum feiern ins Rathaus, lässt Bands auftreten, DJs auflegen und der Oberbürgermeister kommt zum Händeschütteln vorbei.

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Quelle: Stephan Rumpf

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16. Oktober, Münchner Kammerspiele

Matthias Lilienthal hat seinen Job als neuer Intendant der Münchner Kammerspiele gerade erst angetreten und setzt seine Überzeugung konsequent um: Ein Theater müsse mehr sein, als ein Ort, an dem Kunst gemacht wird. Also setzt er sich mit dem Dauerthema Wohnen auseinander. Und mit dem Thema Zuwanderung.

Also dreht sich beim "Open Border Kongress" alles um Flucht und Geflüchtete. Das langfristige Ziel: Die Kammerspiele wollen die Geflohene in die Arbeitsprozesse am Theater einbeziehen und auf sie zugehen.

Yak-Kalb Pedro im Tierpark Hellabrunn

Quelle: Tierpark Hellabrunn/Susanne Bihler

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15. Oktober, Tierpark Hellabrunn:

Pedro heißt ein neuer Bewohner im Tierpark Hellabrunn. Das Yak-Kälbchen kam am 10. September auf die Welt. Und jetzt, nachdem Pedro sich halbwegs auf der Welt eingefunden hat, verschickt der Tierpark die ersten Fotos. Pedro fällt unter den sechs Hausyaks im Münchner Zoo deshalb auf, weil er ein hell-geschecktes Fell hat, wie sein Vater Norbu. Die vier Weibchen haben schwarzes Fell.

Bei seiner Geburt wog Pedro knapp 12 Kilogramm. Er hat inzwischen schon an Gewicht zugelegt. Bis er ausgewachsen ist und eine Schulterhöhe von bis zu 2,20 Metern und ein Gewicht von bis zu 580 Kilogramm erreicht, braucht Pedro aber noch mindestens zwei Jahre. Dann aber könnte er sich auch schon bald fortpflanzen. Sein Vater ist selbst erst zweieinhalb Jahre alt.

Yak-Kalb Pedro im Tierpark Hellabrunn

Quelle: Tierpark Hellabrunn/Susanne Bihler

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Pedros knapp fünfjährige Mutter Kat ist auch schon in Hellabrunn geboren. Pedro ist ihr erstes Junges.

Yaks, die in Zoos zu sehen sind, sind nach Angaben des Tierparks stets Hausyaks. Diese domestizierte Rinderart werde vor allem im Himalaya, der Mongolei und dem Süden Sibiriens gehalten. Sie können in unwirtlichen Gegenden mehrere Tage ohne Futter und Wasser überstehen. Solchen Herausforderungen wird Pedro sich in München wohl eher nicht stellen müssen.

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Quelle: Stephan Rumpf

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13.Oktober, Bayerischer Hof:

Das Oktoberfest ist vorbei, es wird also Zeit, an den Fasching zu denken, der auch in München am 11. 11. um 11 Uhr 11 beginnt, was viele Münchner skandalöserweise ignorieren. Nicht so Günther Grauer, der Präsident der Narrhalla - der ist auf Zack. Und so präsentierte er am Dienstagmittag das neue Münchner Faschingsprinzenpaar, das beim Eintreffen im Fürstensalon des Hotels "Bayerischer Hof" gleich mal Entzücken auslöste, weil die beiden gar so fesch sind.

Wolfgang Görl

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Quelle: Stephan Rumpf

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Prinzessin Cornelia II. stöckelte in einem von Rot bis Orange schillernden Dirndl in den Saal, während der messerscharf gescheitelte Prinz Christian II. mit einer piekfeinen Edelwildschütz-Leserhose aufwartete, in der er in Kombination mit kühn geknoteter Fliege und der grünlich schimmernden Weste selbst auf diplomatischen Parkett eine gute Figur machen würde, wenn nicht gar in Käfers Wiesn-Schänke.

Wolfgang Görl

Viktoria und Heiner Lauterbach eröffnen Pop-up Café

Quelle: dpa

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13. Oktober, Altstadt:

Na, wer sitzt denn da im Schaufenster? Heiner Lauterbach hat Münchens kleinstes Pop-up Café eröffnet. Gemeinsam mit seiner Frau Viktoria schlürft er ein Tässchen in der Theatinerstraße. Ganz uneigennützig ist das wohl nicht. Die Aktion ist Teil einer Werbekampagne. Totzdem: Wer will kann sich die nächsten drei Wochen an dem Tisch bewirten lassen. Fensterplatz und viele Blicke garantiert.

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Quelle: Stephan Rumpf

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13. Oktober, Maxvorstadt:

Jetzt stellen sie die Dinger auch schon auf den schönen Karolinenplatz, mag sich der ein oder andere Passant gedacht haben. Doch für die Aktion ist kein geschmackloser Verwaltungsbeamter verantwortlich. Die 40 Wertstoffcontainer sind Teil einer Kunstinstallation von Lena Bröcker. Bis Mitte November verzieren sie nun den Platz.

Lesen Sie hier mehr zu dem Thema.

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Quelle: Stephan Rumpf

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12.Oktober 2015, Theresienwiese:

Das Spektakel ist vorrüber, nun fallen langsam die Blätter in der Allee an der Theresienwiese. Auch die Anwohner trauen sich jetzt wieder raus - wo die bierselige Gäste längst verschwunden sind.

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Quelle: Stephan Rumpf

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12. Oktober, Englischer Garten:

Einfach beisammen stehen, an einem Platz, an dem die Zeit verharrt, während das Leben irgendwo anders tobt: Der Oktober mit seinem Farbenspektakel und mit seinem Glitzerlicht wärmt einen auch an kalten Tagen, es ist der Monat der geschenkten Stunden. Besonders schön ist München um diese Jahreszeit im Englischen Garten, wo der Eisbach jetzt nur noch ein Rinnsal ist.

Doch Achtung: Auch im Moment der größten Romantik will an den ganz alltäglichen Organisationskram gedacht sein. Es bleibt kalt, demnächst schneit's. Die Zeit für den Reifenwechsel ist da, wahrscheinlich brauchen die Kinder neue Mützen, und um die Ski muss man sich auch allmählich kümmern. Das ist die Oktoberbotschaft: Die Arbeit hört niemals auf. Aber vorher noch ein Blick auf die Blätter im Glitzerlicht.

© SZ.de/mmo/sekr
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