Impressionen aus MünchenEs könnte so schön sein

Mehr als bloß ein großer Busparkplatz und Röhrstrecke für PS-Prolls: Für wenige Stunden ist der Max-Joseph-Platz ein Ort, an dem man sich gerne aufhält - dank von der Oper aufgestellter Sessel und Sofa.

Samstag, 30. Mai

Einer der schönsten Plätze der Stadt, umrahmt von den Münchner Traditionsorten Residenz, Oper, Alte Post, Franziskaner oder Spatenhaus, ist in seinem Zentrum nicht mehr als ein großer Busparkplatz und Röhrstrecke für PS-Prolls. Insofern ist es schön und schaurig zugleich, dass man es sich am Samstag so gemütlich machen kann rund um das Denkmal von Max I. Joseph.

Die Bayerische Staatsoper hat zum wiederholten Mal versucht, auf den beklagenswerten Zustand des Platzes aufmerksam zu machen. Nachdem vor einigen Monaten bereits Architekturstudenten Vorschläge zur Verschönerung präsentiert hatten, stellten nun an diesem sonnigen Tag die Mitarbeiter 30 günstig zusammengekaufte ausrangierte Sessel und Sofas auf den Isarkieselsteinen des inneren Platzes auf, als Zeichen für: Viel ist gar nicht nötig, um aus einem Platz zum Vorbeiradeln einen zum Verweilen zu machen. Von Philipp Crone

Bild: Florian Peljak 31. Mai 2015, 15:162015-05-31 15:16:09 © SZ.de/infu/tba/mest/sekr