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Import/Export: Mietvertrag verlängert:Glück im Wunschkosmos

Das Import/Export ist tot. Es lebe das Import/Export. Der Mietvertrag der Interimslocation in der Goethestraße wird überraschend doch verlängert. Darüber freuen sich nicht nur die Betreiber.

Manchmal gibt es tatsächlich Wunder. Oder wie Tuncay Acar das ausdrückt: "Die These hat sich mal wieder bestätigt, dass es doch so etwas wie einen intergalaktischen Wunschkosmos gibt." Der Wunsch, der sich für ihn erfüllt: Die nächsten drei Monate geht es nun doch weiter mit dem Import/Export, seiner temporären Location in der Goethestraße 30. Damit war nicht mehr zu rechnen. Deshalb ist die Freude jetzt um so größer.

Es geht doch weiter im Import/Export: Überraschend wurde der Mietvertrag verlängert.

(Foto: Stephan Rumpf)

Vor eineinhalb Wochen feierte die kleine Indie-Bühne bereits ihr Ende. Laut, voll und exzessiv ging es zu - es sollte schließlich das letzte Mal sein. Die Express Brass Band spielte live, die Münchner Partygänger bevölkerten nicht nur die Räume des ehemaligen türkischen Gemüseladens, sondern auch den Innenhof des Hauses. Viele Gäste waren richtig traurig über das Finale. Nach elf Monaten war der Mietvertrag des Lokals zum 31. März endgültig ausgelaufen, nachdem er zuvor schon drei Mal verlängert worden war. Von einer erneuten Verlängerung wollte die Hausverwaltung zunächst nichts wissen. Man wollte das Haus so schnell wie möglich sanieren und teuer vermieten, wie so oft in München.

Die Nachricht, dass es nun doch weitergeht, kommt für alle Beteiligten um so überraschender: "All unsere Pläne sind von heute auf morgen über den Haufen geworfen worden", sagt Acar, der zusammen mit seinem Partner Michael Schild die Interimslocation betreibt. Warum es sich die Hausverwaltung plötzlich anders überlegt hat, weiß Acar nicht. "Hauptsache drei weitere Monate." Vorerst brauchen Acar und Schild erst einmal Zeit, sich zu sammeln und neue Pläne zu schmieden. Aber bald schon soll es wieder ein tägliches Programm geben. Bis dahin ist noch einiges zu tun. Oder wie Acar sagt: "Die Teppich-Schamponiermaschine ist schon angeworfen." Beate Wild