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Imagekampagne:Stoiber: München ist Hauptstadt des Weltfußballs

Die "Task Force Fußball WM", geleitet von Monika Hohlmeier und Otto Wiesheu, will sogar mit Nelson Mandela für das Image Münchens werben. Auf dem Großkongress "Visionen des Fußballs" im kommenden Jahr soll eine großangelegte Kampagne starten, die Bayern als "attraktives, modernes, starkes Land" präsentieren soll.

Den Friedensnobelpreisträger und ehemaligen Präsidenten Südafrikas möchte Kultusministerin Monika Hohlmeier (CSU) als Stargast zu einem internationalen Kongress über "Visionen des Fußballs" in die Riemer Messe laden.

Mit diesem Großkongress im Juli 2005 will die von Hohlmeier und Wirtschaftsminister Otto Wiesheu (CSU) geleitete "Task Force Fußball-WM 2006" Kabinetts eine Kampagne starten, um Bayern der fußballbegeisterten Welt "als attraktives, als modernes, starkes Land" und München "als Hauptstadt des Weltfußballs" zu präsentieren, erklärte Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) nach einer Kabinettssitzung.

Die kürzlich vom Weltfußballverband FIFA verbriefte Sicherheit, dass die offizielle WM-Eröffnungsfeier am 9. Juni 2006 in München stattfinde, mache nun den Weg frei für die Planung des Rahmenprogramms, sagte Stoiber. Einer der Höhepunkte der Kampagne soll der Münchner Fußball-Kongress sein.

Dazu wollen die Veranstalter vom 27. bis zum 29. Juli 2005 rund 1500 Sportjournalisten und Medienmanager, Sportwissenschaftler und Sportmediziner, Wirtschaftsvertreter, Verbands- und Vereinsfunktionäre aus aller Welt in der Riemer Messe zusammen bringen, die ein Jahr später ja auch das Medienzentrum der Fußball-WM beherbergt.

Die Fußball-Experten sollen dort eine "Gesamtschau von Fußball, Politik, Medizin, Trainingswissenschaften, Ökonomie und Medien" bieten, die es so, wirbt Hohlmeier "bislang noch nicht gegeben hat".

Für die Kampagne, die bis zur WM das Motto "Freunde zu Gast in Bayern" in die Welt blasen soll, hat die Regierung nach Wiesheus Angaben rund eine Million Euro in den Haushalt eingestellt. Den Großteil der Kosten hofft das Kabinett aber durch Partnerschaften und Sponsoren tragen zu lassen. Hohlmeier und Wiesheu sollten darum zusammen mit Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU) "prüfen, wie zusätzliche Finanzierungsquellen erschlossen werden können", sagte Stoiber.

Dafür solle es bis zur Fußball-WM "keine Großveranstaltung ohne das Thema Bayern und die WM 2006" geben, erklärte Hohlmeier. Werben will Hohlmeier etwa bei der Nordischen Ski-WM 2005 in Oberstdorf und bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin. Auch in der Tourismuswerbung möchte sich der Freistaat künftig als "Fußball-Land Bayern" vorstellen.

In allen bayerischen Bezirken und zahlreichen Städten will die Regierung von 2005 an mit Aktionstagen, Ausstellungen, Vorträgen und Straßenfußball "das Fußball-Fieber im ganzen Freistaat anheizen", so Hohlmeier. Außerdem sollen bekannte Nationalspieler von einst und heute an Schulen Patenschaften für Wettbewerbe unter dem Motto "Talente 2006" übernehmen.