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Illegaler Welpe:Polizei überwältigt Hundehalter

Mit Händen und Füßen wehrte sich ein Hundehalter am Mittwoch dagegen, dass ihm das Veterinäramt einen Malteser-Welpen weggenommen hat, der illegal aus Rumänien eingeführt worden war. Als die Beamten unterstützt von der Polizei gegen 17 Uhr an der Wohnung des 56-Jährigen an der Tratzbergstraße läuteten, versuchte er, ihnen den Zutritt zu verwehren. Die Polizisten schoben den Mann zur Seite und fesselten ihn schließlich. Bei dem Gerangel erlitt einer der Polizisten einen Bänderriss, ein anderer musste wegen eines Kapselrisses an der Hand behandelt werden. Der Hund wurde in die Quarantäne des Tierheims gebracht. Dort soll er gegen Tollwut geimpft werden. Tiere dürfen nur dann eingeführt werden, wenn sie geimpft und mit einem implantierten Chip gekennzeichnet sind. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Tollwut auf andere Tiere oder sogar auf Menschen übertragen wird. In solchen Fällen ordnet das Veterinäramt eine Quarantäne im Tierheim an. Wer Welpen bei dubiosen Händlern kauft, geht das Risiko ein, dass sie ihm wieder weggenommen werden. Im vergangenen Jahr gab es laut Polizei 37 solcher Fälle in München.

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