Süddeutsche Zeitung

Konzert im Club Milla in München:Produktiver Müßiggang

Nach einem abgesagten Auftritt blieb die deutsche Musikerin Ilgen-Nur in den USA kleben - und kehrte mit vielen Songs für ihr neues Album zurück.

Als Ilgen-Nur vor sechs Jahren ihre ersten Songs veröffentlichte, war der Erfolg schnell da. Die 1996 bei Stuttgart geborene Musikerin überzeugte mit ihrem jugendlich gelangweilten Gitarrensound schnell die Indie-Stars Tocotronic, die sie als Support mit auf Tour nahmen. Wer Ilgen-Nur seitdem live erlebt hat, kann von ihrer starken Bühnenpräsenz nie wieder genug bekommen. So folgten auf ihr 2019 veröffentlichtes Debütalbum zahlreiche Soloshows in ganz Europa und 2020 eine Einladung zum renommierten "SXSW"-Showcase-Festival in Texas, USA.

Doch dann kam die Pandemie. Das Festival wurde abgesagt, aber Ilgen-Nur, die bereits in die USA angereist war, blieb und lebte einfach mehrere Monate in Los Angeles. Nun war sie von einer Stadt umgeben, deren Sound sie seit ihrer Jugend begleitet hatte. Es folgten Jahre des Müßiggangs: In Los Angeles fuhr sie durch die Gegend, hörte Musik, schrieb ihre Erlebnisse und Gefühle in ihr Tagebuch. Zu Hause in Berlin sortierte sie die Song-Ideen, um sie dann wieder in L.A. im Studio zu produzieren. Im Oktober erschien ihr Album "It's All Happening". Mit neuen und alten Stücken kann man Ilgen-Nur nun auf ihrer "Purple Moon Tour" wieder live im Münchner Milla Club erleben.

Ilgen-Nur, Di., 28. Nov., 21 Uhr, München, Milla

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