Ignaz von DöllingerDer Priester, der sich mit dem Papst anlegte

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Ignaz von Döllinger war kein Mann, der es allen recht machen wollte, im Gegenteil: Der ehemalige Rektor der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität eckte mit seinen Ansichten zeitlebens immer wieder an.
Ignaz von Döllinger war kein Mann, der es allen recht machen wollte, im Gegenteil: Der ehemalige Rektor der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität eckte mit seinen Ansichten zeitlebens immer wieder an. Privat

Der katholische Theologe Ignaz von Döllinger war ein Streiter gegen den Judenhass seiner Zeit – und war doch selbst nicht frei davon. Dem Oberhaupt seiner Kirche sprach der Rektor der Ludwig-Maximilians-Universität die Unfehlbarkeit ab.

Von Wolfgang Görl

Ignaz von Döllinger ist ein Mann, der vor niemandem – Gott ausgenommen – in die Knie geht. Er hat sich mit dem König angelegt, hat dem Papst die Stirn geboten, und am 25. Juli 1881 kämpft er wider den Zeitgeist. Als Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hält er bei einer Vorab-Feier zum Geburtstag König Ludwigs II. eine Rede, deren Leitmotiv bereits in einem der ersten Sätze anklingt: „Das Schicksal des jüdischen Volkes ist vielleicht das erschütterndste Drama der Weltgeschichte.“

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