Initiativgruppe sucht Räume:Stadt springt in die Bresche

Initiativgruppe sucht Räume: Interkulturell, interaktiv, musikalisch: Das gemeinsame Haus Arnulfstraße 197 in Neuhausen ist eine wichtige Anlaufstelle für viele Gruppen.

Interkulturell, interaktiv, musikalisch: Das gemeinsame Haus Arnulfstraße 197 in Neuhausen ist eine wichtige Anlaufstelle für viele Gruppen.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Das Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen bekommt Hilfe: Das Kommunalreferat hat eigene Räumlichkeiten angeboten, allerdings genügen die nicht für alle 90 Nutzergruppen.

Von Ellen Draxel

Die Mietergemeinschaft der Arnulfstraße 197, ein um Bildung und Integration bemühtes Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen, bekommt städtische Hilfe: Das Kommunalreferat unterstützt die Initiativgruppe (IG) zur interkulturellen Bildung, das Kulturzentrum Gorod und den Verein "Morgen" bei deren Suche nach neuen Mietflächen. Denn der Multikulti-Gemeinschaft, hinter der 90 Gruppen stehen, wurde gekündigt: Ende März müssen die Vereine das vierstöckige Gebäude in Neuhausen verlassen. Damit droht der sozio-kulturelle Verbund auseinanderzubrechen.

"Unser Engagement resultiert aus der wichtigen Bedeutung der IG Initiativgruppe für die Stadt", erklärt Behördensprecherin Maren Kowitz. Die Initiativgruppe, die Deutsch- und Integrationskurse, Alphabetisierungs- und Orientierungskurse anbietet, ist derzeit noch die Hauptmieterin des Hauses an der Arnulfstraße. Ziel ist es nun, einen Ort zu finden, an dem alle Nutzer zusammenbleiben können. Das Kommunalreferat hat der IG bereits Flächen angeboten, die die Stadt selbst angemietet hat und aufgeben möchte.

"Leider", sagt Kowitz, "erfüllten diese Räumlichkeiten den Bedarf der Initiativgruppe nur teilweise." In einem anderen Fall hat ein Vermieter nicht zugestimmt, dass die Stadt Räume untervermietet. Darüber hinaus gab die Kommune "eine ganze Reihe von Kontakten zu Flächenangeboten, die die Stadt selbst erhalten hat, weiter", so die Sprecherin. Neuhausen-Nymphenburgs Lokalpolitikern ist all das nicht genug. Die Bürgervertreter fordern die Stadtverwaltung mit einem Dringlichkeitsantrag auf, das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen. In der Hoffnung, dass die Kündigung doch noch zurückgenommen wird.

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