Hundebadetage in MünchenMit den Pfoten zuerst

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Golden Retriever Oskar stürzt sich gerne ins Wasser, um seine Spielzeug-Ente zu retten.
Golden Retriever Oskar stürzt sich gerne ins Wasser, um seine Spielzeug-Ente zu retten. (Foto: Catherina Hess)
  • Wenn die Freibadsaison endet, dürfen in München Hunde ins Wasser. Manche springen zielstrebig ins Becken, andere sind skeptisch.
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Wenn die Freibadsaison endet, dürfen im Ungerer- und Dantebad Hunde ins Wasser. Während manche zielstrebig ins Becken springen, lassen sich andere nicht einmal mit Leberwurst ins Becken locken.

Von Anna-Maria Salmen

Um kurz vor zehn Uhr ist das Ungererbad fast menschenleer. Leichter Wind kräuselt die Wasseroberfläche, als Patrick Berg auf eines der Becken zugeht, an der Leine sein Hund Cosimo. Berg zieht seine Turnschuhe aus, schlüpft in Badeschlappen und nähert sich dem Beckenrand. Cosimo aber macht es sich erstmal auf der Wiese gemütlich, das schwarze Fell glänzt in der Sonne. „Schisser“, sagt Berg und lacht. Vergangenes Jahr war er mit dem Rüden auch schon beim Hundebaden, „da hat es auch ein bisschen gedauert“.

Bereits zum achten Mal dürfen zum Abschluss der Münchner Freibadsaison in zwei Bädern der Stadtwerke Hunde in die Becken. Ungerer- und Dantebad sind bereits seit einigen Tagen für Menschen geschlossen, damit sich das Chlor im Wasser rechtzeitig abbaut und die Hunde gefahrlos planschen und schlabbern können.

Bei manchen geht das schneller als bei anderen. Ansonsten gehe Cosimo gerne ins Wasser, sagt Berg, zum Beispiel in die Bäche im Englischen Garten. An diesem Tag braucht es aber noch etwas Geduld. „Guck dir mal den an“, sagt Berg zu seinem Hund, der noch auf der Wiese liegt. Gegenüber rast ein Golden Retriever schwanzwedelnd am Beckenrand entlang, bremst dann aber doch noch abrupt ab. Ein paar Mal rennt er hin und her, bevor Besitzerin Petra Rohner-Breit eine Spielzeug-Ente ins Wasser wirft. „Die will er immer retten.“ Langsam lässt ihr Hund Oskar sich am Beckenrand nieder, taucht die Pfoten ins Wasser und lässt sich schließlich ganz hineinfallen.

Cosimo muss sich erst an die Freibad-Atmosphäre gewöhnen.
Cosimo muss sich erst an die Freibad-Atmosphäre gewöhnen. (Foto: Catherina Hess)
Schäferhündin Fotia ist zwar anfangs skeptisch, planscht dann aber ausgiebig.
Schäferhündin Fotia ist zwar anfangs skeptisch, planscht dann aber ausgiebig. (Foto: Catherina Hess)

„Es ist toll, dass er mal ins Schwimmbad darf“, sagt Rohner-Breit. Der fünfjährige Golden Retriever liebe das Wasser. „Wir fahren auch mit ihm Kanu auf der Isar.“ Cosimo tastet sich währenddessen langsam vor. Besitzer Berg steht vor ihm bis zu den Waden im Nichtschwimmerbecken, in der Hand eine Tube mit Leberwurst. Der Hund streckt sich, mit den Vorderbeinen steht er im Wasser. Doch die Hinterbeine sind noch wie angewurzelt am Beckenrand.

Auch Schäferhündin Fotia ist erst skeptisch und jault, während sie am Becken entlangläuft. Als ihre Besitzerin ins Wasser watet, springt sie aber schnell hinterher. Wenig später planschen die beiden, die Hündin springt eifrig den Wassertropfen hinterher.

Inzwischen hat Cosimo sich ein Beispiel an seinen Artgenossen genommen und steht mit vier Pfoten im Becken, das Wasser reicht ihm bis zur Brust. Ein wenig dauert es noch, aber dann schwimmt er, begleitet von Herrchen Berg, doch ein paar Meter.

Im Ungererbad dürfen Hunde noch am 18. September ins Wasser, am 19. und 20. September sind die Hundebadetage im Dantebad. Pro Hund kostet der Eintritt fünf Euro.

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