Rebecca Clarke (1886–1979) sei nicht nur die Komponistin eines Stücks, der inzwischen berühmten Sonate für Viola und Klavier, so die Worte des Pianisten Vladimir Stoupel. Sie sei vielmehr eine immer interessante, ungewöhnliche, eigenwillige und originelle Komponistin in all ihren Stücken, fuhr die Geigerin Judith Ingolfsson fort. Die beiden exzellenten Musiker spielten im beschämend schütter besuchten Kleinen Saal im Gasteig HP 8 Clarkes frühe Violinsonaten, die einsätzige in G-Dur, 1907 entstanden, und die dreisätzige in D-Dur, die Clarke 1907/08 schrieb. Zum Schluss wechselte Ingolfsson das Instrument und verwirklichte mit ihrem Klavierpartner die grandiose Violasonate inflammierend und aufregend.
Konzert im HP8 mit Werken von Rebecca ClarkeVitale Erkundungen
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Das Duo Ingolfsson-Stoupel fesselt mit den weitgehend vergessenen Werken von Rebecca Clarke im Kleinen Saal von HP8.
Kritik von Harald Eggebrecht
