Howard Carpendale in der Olympiahalle:Warum diese Anbiederung?

Lesezeit: 1 min

Howard Carpendale (hier bei einer Aufzeichnung der Sendung "Die Beatrice Egli Show") bedankte sich in der Olympiahalle bei seinem Ärzte-Team, das seinen Auftritt erst möglich gemacht hat. Seine Konzerte in Wien und Nürnberg musste er allerdings absagen. (Foto: Britta Pedersen/dpa)

Howard Carpendale zeigt bei seinem Konzert in der Olympiahalle, dass er einer der Großen der Schlager-Branche ist. Trotzdem arrangiert er alte Hits neu und setzt mit 78 sogar auf Rap-Gesang.

Kritik von Dirk Wagner

"Immerhin, weil ich ein Ringer bin, da bist du Kennerin von jedem Griff. Ich trainier zu Hause oft mit Dir, und bei 'nem Foul von mir gibt's keinen Pfiff", zitiert Howard Carpendale in der ausverkauften Olympiahalle einen Text, den ihm seine Plattenfirma Anfang der Siebzigerjahre zugemutet habe. "Da habe ich Electrola gesagt, das singe ich nicht", sagt Carpendale - und seine Fans spenden ihm Applaus für seine Courage. Offensichtlich haben sie ebenso wie der nunmehr 78-jährige Entertainer vergessen, dass der hier zitierte, 1972 von Kurt Feltz produzierte Song "Es ist überhaupt viel zu schön" erst 2020 in Carpendales CD-Box "Das Werk meines Lebens" wiederveröffentlicht wurde.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusYaris, der Sohn von Peter Maffay, startet Musikkarriere
:"Ich weiß, die Vergleiche werden kommen"

Yaris Makkay wuchs auf Mallorca auf, jetzt ist er in Deutschland, um Rockstar zu werden - wie sein berühmter Vater Peter Maffay. Die ersten harten Lektionen im Business musste er schon lernen.

Von Michael Zirnstein

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: