Noch stehen Vater und Sohn eine Bühne breit voneinander entfernt. Wie Charlie und Martin Sheen in der Satire „Hot Shots“. Etwas bahnt sich an wie in einem kitschigen Drehbuch oder einem Familienunternehmens-Nachfolgeplan, wie bei Heidi und Leni Klum, oder so: Der alte Herr übergibt an den Jungen, der ihm ähnlich sieht, nur eben schmaler. Jetzt könnte man denken, dass Wayne Carpendales Initiation als Sänger in der Fernsehsendung „The Masked Singer“ (verborgen im Kostüm eines Gorillas) nur dazu diente, bald das musikalische Vermächtnis seines Vaters Howard anzutreten. Quasi in „deine Spuren im Sand“ zu steigen, ehe die Flut sie hat mitgenommen … Denn just hat der Entertainer seinen Abschied von den großen Tourneen angekündigt. „Unser einziger Feind ist die Zeit“, singt er anfangs in „Ist ein Leben genug?“ Von der 80 wolle er nichts hören, er sei 4160 Wochen alt, das klinge „wie bei einem Baby“.
Auf AbschiedstourneeHoward Carpendale sagt adieu und kündigt sein Comeback in München an
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80 Jahre alt, 250 000 Tickets verkauft und zum ersten Mal auf Platz 1: Howard Carpendale ist happy. Die Abschiedstour soll daher nicht das Ende sein. Beim Heimspiel in der Olympiahalle wird der Entertainer erstmals konkret, was er nun vorhat.
Kritik von Michael Zirnstein
