Wlan-Hotspots Gemeinsam online gehen mit dem Freifunk

Die Idee mit einem offenen Netzwerk haben schon einige aufgegriffen und sich in der Initiative "Freifunk München" zusammengeschlossen. Sie wollen die Landeshauptstadt möglichst flächendeckend mit freiem Wlan versorgen. Derzeit gibt es etwa 300 Hotspots, die das Freifunk-Wlan verbreiten - noch vor einem halben Jahr waren es erst 50 sogenannter Knoten.

"Jeder von uns hat seinen 16-MBit-Anschluss zu Hause, den man vielleicht mal kurz für zwei Sekunden nutzt, der aber sonst völlig brach liegt", sagt Andreas Müller, Gründungsmitglied der Münchner Freifunk-Initiative. "Warum den nicht teilen, vor allem mit Menschen, die auch keine finanzielle Möglichkeit haben, sich einen Internetanschluss zu leisten."

Störerhaftung umgehen - über Schweden

Die Freifunker haben spezielle Router, die die Daten verschlüsselt über sogenannte Gateways nach Schweden schicken, um das deutsche Telemediengesetz und die Störerhaftung zu umgehen. Nutzer des Freifunks können sich ohne Passwort oder andere Einschränkungen in das Wlan einloggen. Von dem Vorstoß des Wirtschaftsministeriums halten die Freifunker deshalb nicht viel. Statt zu kontrollieren, wer sich ins Wlan einklinkt, fordern sie freien und anonymen Zugang für alle.

Das Konzept der Freifunker ist auch in der Stadt bekannt. Vor kurzem gab es ein Treffen zwischen IT-Experten der Verwaltung und Mitgliedern des Freifunks München. Eine Kooperation ist zwar noch nicht zustande gekommen, auch aus rechtlichen Gründen. Doch viele Stadträte beobachten das schnell wachsende Netz der Freifunker mit Interesse. Denn beim kostenlosen Internet ist München ein Millionendorf.

Eine Übersichtskarte zu kostenlosem Wlan in München finden Sie hier: sz.de/wlan