Es war im Spätsommer 1997, als Manfred Schwabl mutterseelenallein und tieftraurig in einem Hotelzimmer in Treviso saß, über 400 Kilometer entfernt von der geliebten Heimat und seiner Familie, und sich fragte, was er hier, in der Stadt mit 85 000 Einwohnern in der Nähe von Venedig, sollte. „Ich konnte ja mit keinem reden, meine Mitspieler verstanden kein Deutsch, ich sprach kein Italienisch.“ Und dann hatte er im Training auch noch einen Beinschuss kassiert, die Kameraden lachten ihn aus. Schwabl kaufte sich ein paar Halbe bayerisches Weißbier und noch am Abend stand der Entschluss fest: Er wollte heim – und zwar so schnell wie möglich.
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Der frühere Fußball-Profi Manfred Schwabl ist mit seinem Geburtsort Holzkirchen derart eng verbunden, dass er nie bei einem Verein gespielt hat, der weiter als 200 Kilometer entfernt liegt. Die Heimatverbundenheit verkörpert der Oberbayer auch als Präsident der Spielvereinigung Unterhaching, der er durch alle Krisen hindurch die Treue hält.
Von Stefan Galler, Holzkirchen/Unterhaching

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