Hollywood-Star kommt Kevin Spacey spricht auf Gründermesse in München

Kevin Spacey hat zwei Oscars und am 25. September einen Auftritt vor 5000 Zuhörern in München.

(Foto: AP)

Es wird erst der vierte Auftritt des scheuen Oscar-Preisträgers als Redner sein. Direkten Kontakt mit ihm hatten die Organisatoren der Messe in den neun Monaten nicht.

Von Philipp Crone

Am Mittwochmorgen um 3 Uhr landete nach neun Monaten Arbeit die letzte E-Mail in Bernd Storms Postfach: Er kommt. Kevin Spacey, 57, zweifacher Oscar-Gewinner, Gesicht der "House of Cards"-Serie und einer der scheuesten Hollywood-Schauspieler, wird am Sonntag, 25. September, als Key-Note-Speaker bei der Gründermesse "Bits & Pretzels" in München auftreten.

Bei einer Messe also, die in den vergangenen Jahren schnell international bekannt wurde. Dieses Mal ist auch Milliardär Richard Branson zu Gast. Vor neun Monaten hatten die drei Messe-Gründer die Idee mit Spacey, sie recherchierten, blieben hartnäckig und wurden belohnt. Es wird der erst vierte Auftritt von Spacey als Redner bei Veranstaltungen sein, sagt Storm, Geschäftsführer von Aboalarm, mehr finde man auf Youtube nicht. Wie haben sie das geschafft?

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"Wir haben am Anfang gesagt: Spacey würde wunderbar zu uns passen", sagt Storm. Er spreche als "House of Cards"-Darsteller zum einen die Netflix- und Gründergeneration an, investiere selbst auch in Start-up-Unternehmen, aber vor allem: "Sein Motto lautet: Sending the elevator back down again."

Er, der es geschafft hat, hilft jungen Talenten mit Schauspielunterricht und Firmengründern, indem er investiert. "Ihm hat dann auch unsere Idee gefallen: von Gründern für Gründer." Allerdings hatten die drei mit eigenen Start-ups erfolgreichen Gründer Storm, Andreas Bruckschlögl und Felix Haas zu dem Zeitpunkt, als sie mit Spaceys Management kommunizierten, bereits eine Recherche-Odyssee hinter sich.

Sie begannen zunächst, im Netz nach Spacey zu suchen, und stießen auf Hunderte Agenten, die sich als Kontakt ausgaben. Nach Wochen fanden sie einen echten Spacey-Agent, der allerdings nicht mehr für den Darsteller arbeitete, ihnen aber den richtigen Kontakt gab. "Der zweite Schritt war, ihn und sein Team zu überzeugen", sagt Storm.

Die Organisatoren hatten nie direkt Kontakt mit Spacey

Spacey sei extrem selektiv und habe sehr viele Anfragen. "Es gab erste Skype-Gespräche mit seinem Team." Am Ende gefiel Spacey der Ansatz, dass erfolgreiche Gründer ihr Wissen weitergeben, wie er es eben auch macht. Spaceys Motto, das er von seinem Mentor Jack Lemmon übernommen hat, passte dazu.

Man musste nun einen Termin finden, jedes Detail abstimmen, von Flügen über Sicherheitskonzepte bis zum Transport vor Ort und dem Inhalt seiner Key-Note. In all den Monaten hatten die Gründer dabei nie direkt Kontakt mit dem Schauspieler.

Wie lange Spacey in München sein oder was er vielleicht noch in der Stadt machen wird, über all das dürfen die Gründer nicht reden. Klar ist nur: Er wird 30 Minuten sprechen und 15 Minuten Fragen beantworten. Klar ist aber auch: Nach dem Auftritt des Darstellers in München werden Storm und Co. sehr wahrscheinlich beim nächsten Mal nicht mehr neun Monate brauchen, um wieder einen so bekannten Namen zu verpflichten.

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