Süddeutsche Zeitung

Staatsschutz ermittelt:Hitlergruß am Platz der Opfer des Nationalsozialismus

Ein 40 Jahre alter Italiener provoziert am zentralen Münchner Gedenkort und skandiert rechtsextreme Parolen. Nun sitzt er in Untersuchungshaft.

Von Martin Bernstein

Ein Italiener hat am Sonntag in München mehrmals den Hitlergruß gezeigt und sitzt deswegen jetzt in Untersuchungshaft. Als Ort für seine rechtsextremistische Provokation missbrauchte der Mann ausgerechnet den Platz der Opfer des Nationalsozialismus.

Die Tat ereignete sich gegen 16.20 Uhr unter den Augen mehrerer Passanten. Der 40-Jährige zeigte den Hitlergruß, der ursprünglich im italienischen Faschismus als "römischer Gruß" verwendet worden war, und rief auf Deutsch Naziparolen. Zeugen alarmierten daraufhin die Polizei.

Der italienische Staatsangehörige ohne festen Wohnsitz in Deutschland wurde laut Polizei auf frischer Tat erwischt und festgenommen. Gegen ihn wurde Anzeige wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gestellt und Haftbefehl wegen Fluchtgefahr erlassen. Die weiteren Ermittlungen führt das Staatsschutz-Kommissariat 44.

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