Hilfsfonds:Opfer des Oktoberfestattentats können Entschädigung beantragen

Es ist eine späte Entschädigung, aber sie kommt: Im Sommer haben sich der Bund, der Freistaat Bayern und die Stadt München darauf geeinigt, 40 Jahre nach dem Oktoberfestattentat einen Fonds zu gründen, um die Betroffenen des Anschlags zu entschädigen. Nun können die Opfer Anträge stellen, die Auszahlung soll Anfang des nächsten Jahres beginnen. "Viel zu lange wurden die Betroffenen mit den Folgen des Anschlags alleingelassen. Dafür möchte ich mich, im Namen der Landeshaupt München, ganz ausdrücklich entschuldigen", äußerte sich Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) in einer Pressemitteilung. Insgesamt 1,2 Millionen Euro werden über den Hilfsfonds an die mehr als 200 Opfer verteilt, die bei dem rechtsterroristischen Anschlag 1980 verletzt oder traumatisiert wurden. Jeweils 500 000 Euro zahlen Bund und Freistaat, 200 000 Euro die Stadt. "Wir setzen damit ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und stellen uns an die Seite der Betroffenen, denen unsere Solidarität und unser Mitgefühl gilt", sagte die bayerische Sozialministerin Carolina Trautner (CSU).

© SZ vom 21.12.2020 / imei
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