SZ-Podcast „Hey München“23 000 Euro Strafe für das falsche Maskottchen im EM-Stadion – ist das fair?

Lesezeit: 2 Min.

Die SZ-Redakteurin Lisa Bögl und ihr Kollege Heiner Effern moderieren die vierte Folge von „Hey München“.
Die SZ-Redakteurin Lisa Bögl und ihr Kollege Heiner Effern moderieren die vierte Folge von „Hey München“. Paul Dittmann

Der Youtuber Marvin Wildhage hatte sich im Sommer 2024 in die Münchner Arena geschlichen. In der neuen Folge des Podcasts „Hey München“ geht es um den Strafbefehl gegen ihn – und um die Wahl, die viel zu viele Menschen unterschätzen.

Von Anna-Maria Salmen

Ein Maskottchen vor Gericht – dazu kommt es voraussichtlich im Mai in München. Angeklagt ist aber nicht der echte Albärt, der bei der Europameisterschaft 2024 in Deutschland gute Stimmung verbreiten sollte, sondern Marvin Wildhage. Der Youtuber schlich sich zum Eröffnungsspiel in die Münchner Arena, versteckt unter einem Maskottchenkostüm. Dafür soll er jetzt mehr als 20 000 Euro Strafe zahlen. Ist das gerechtfertigt? Darüber sprechen wir in der aktuellen Folge von „Hey München“. Außerdem beschäftigen wir uns mit der Kommunalwahl, die Anfang März ansteht – und oft unterschätzt wird. Wir sprechen darüber, wieso es so wichtig ist, seine Stimme zu nutzen.

20 000 Euro Strafe für einen Maskottchen-Auftritt

Der Job eines Maskottchens ist nicht einfach: Das Kostüm ist sperrig, darunter wird es schnell heiß und stickig, durch die kleinen Augenlöcher ist die Sicht eingeschränkt. Normalerweise werden Menschen dafür bezahlt, am Spielfeldrand unter einer solchen Verkleidung zu tanzen. Der Youtuber Marvin Wildhage soll hingegen selbst zahlen – etwa 23 000 Euro beträgt die Strafe, die das Münchner Amtsgericht von ihm fordert.

Denn Wildhage wurde nicht als Maskottchen gebucht, sondern schlich sich heimlich ein, mit gefälschten Ausweisen und einem in China bestellten Fake-Kostüm. Mit der Aktion wollte er, so sagt er, Sicherheitslücken aufdecken. Nach einigen Stunden im Stadion wurde er festgenommen, nun hat er einen Strafbefehl erhalten. Die Vorwürfe: mehrfache Urkundenfälschung und das Erschleichen von Leistungen. Doch sollte der Veranstalter, der Fußballverband Uefa, nicht eher dankbar dafür sein, dass Wildhage auf Sicherheitsprobleme aufmerksam machte? In dieser Podcast-Folge sprechen wir darüber, ob die Strafe gerechtfertigt ist.

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Die Wahl, die das Stadtleben verändern kann

Nicht einmal die Hälfte der Münchner Wahlberechtigten gab bei der vergangenen Kommunalwahl vor sechs Jahren ihre Stimme ab. Und das, obwohl keine andere Wahl so direkte Auswirkungen auf das Leben in der Stadt hat. Am 8. März können die Wählerinnen und Wähler über einen neuen Oberbürgermeister, einen Stadtrat und die Bezirksausschüsse abstimmen – und damit mitentscheiden, ob zum Beispiel E-Scooter weiterhin erlaubt bleiben, wo man an der Isar grillen darf und was die Stadt gegen die Horror-Mieten unternimmt. Denn all das wird nicht in Berlin entschieden, sondern im Rathaus in München. Wir erzählen im Podcast, wie die Wahl funktioniert und worauf man achten muss.

Wie ist der Podcast aufgebaut?

Jeden Donnerstag präsentieren wir euch spannende Themen der Woche aus München. Was war los in der Stadt? Was hat uns aufgeregt, überrascht oder zum Lachen gebracht? Wir heben zwei Themen besonders hervor, stellen die Fragen, die euch bewegen und reden darüber. Neben den Informationen geben wir euch auch unseren Gastro-Tipp und die Good News der Woche mit.

Hey München“ wird im Wechsel von vier SZ-Redakteurinnen und Redakteuren gehostet, die jeweils als Duo eine Folge moderieren. Verpasst keine Folge und abonniert bei: Apple Podcasts und Spotify oder in eurer Lieblings-Podcast-App. Den RSS-Feed findet ihr hier.

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