Welcher Helge einem am liebsten ist? Schwierig. Der am Vibrafon, wo er sekündlich zwischen Genie und Schmarrn-Geklöppel wechselt? Der an der Panflöte, die zum Blödeln ja geradezu einlädt? Der mit den grandios billigen Zaubertricks? Der bei „100 000 Rosen schick ich dir“ kaum einen Ton treffende Schnulzensänger? Der absurde Dialoge zwischen Adler und Meise erfindende Geschichtenerzähler? Der an der Conga, der er ordentlich was auf die Mütze gibt? Der an der Trompete, die er mit Handpuppe („Hab’ ich aus der DDR, 1976“) spielt? Oder doch der am Saxofon, der einen zum völlig unalbernen Schluss mit dem Erroll-Garner-Schmachtfetzen „Misty“ raus in die Nacht schickt? Wie gesagt: schwierige Entscheidung. Aber man muss sich ja nicht entscheiden. Helge-Schneider-Abende sind All-inclusive-Abende.
Helge Schneider im Circus KroneEr kann sogar chinesische Volkslieder singen
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Quatsch mit Jazz und Soße: Helge Schneider macht große Kunst bei seinem Auftritt im Münchner Circus Krone.
Kritik von Thomas Becker
