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Haus der Kunst:Berlin feiert, Bayern eiert

Andernorts renoviert Chipperfield - München wartet lieber weiter

Von Susanne Hermanski, Berlin/München

An diesem Donnerstag wird nach fünf Jahren Grundsanierung feierlich der Schlüssel der Neuen Nationalgalerie an den Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin zurückgegeben. Die Arbeiten an dem Mies-van-der-Rohe-Bau verantwortet der britische Architekt David Chipperfield, der eigentlich auch in München mit einem diffizilen Renovierungsprojekt betraut ist: dem Haus der Kunst von Paul Ludwig Troost. So positiv besetzt das Berliner Gebäude als Ikone des Bauhauses ist, so negativ ist es der Münchner NS-Paradebau. Und auf seine Sanierung wird dieser auch weiterhin warten müssen - das war schon vor Ausbruch der Pandemie, Anfang 2020 Thema im Kunst und Wissenschaftsausschuss des Landtags. Nun anderthalb Jahre und Milliarden für anderes ausgegebene Steuergelder später, sind die Aussichten dafür noch trüber.

Der Münchner Unternehmer Stefan Höglmaier hat sich unterdessen die Position des "Architekturpartners" der Neuen Nationalgalerie gesichert. Im Zuge dessen unterstützt Höglmaier, der mit seiner Immobilienfirma Euroboden in München mit Chipperfied baut und hier eine eigene Architekturgalerie in einem ehemaligen NS-Hochbunker unterhält, die Architekturführungen durch das Berliner Museum. Am Festakt mit Pauken und Politik können unterdessen auch schon neugierige Münchner teilhaben - via www.smb.museum/livestream-nng.

© SZ vom 29.04.2021
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