Hauptbahnhof München Rätselhafte Baustelle

Abriss und eine irritierende Gleisverschiebung

"Fertig für den Abriss" (7. Mai), "Notbremse am Hauptbahnhof" (30. April/1. Mai):

Das klafft auseinander

Sie zitieren die Deutsche Bahn mit der Stellungnahme, die Änderung der Baustelle am Hauptbahnhof für die zweite Stammstrecke sei minimal und daher nicht genehmigungsbedürftig. Nicht die Station werde verschoben, sondern es werde nur der Bahnsteig um 80 Meter nach Westen verschoben. Der Bahnsteig wird verschoben, aber der Bahnhof bleibt. Ich als einfacher Mensch von geringem Verstand kann mir das nicht so recht vorstellen. Vielleicht könnte die Bahn das mal zeichnen? Monika Naggl, München

Ständiger Ernstfall

Die Schalterhalle des Hauptbahnhofs ist leer. Also geradezu ideal für die Polizei, um in dem Abrissobjekt mit viel Radau und Gequalme einen Terroreinsatz zu üben. Damit man die "lebensbedrohliche Einsatzlage" so real wie möglich darstellt, werden neben Schüssen auch Hilferufe zu hören sein! Die müssen allerdings nicht zwangsläufig von den "blutbesudelten Terroropfern" kommen. Das können auch Verzweifelte sein, denen der geplante Neubau nicht gefällt! Immerhin ist, laut Auskunft der Polizei, der Regional- und S-Bahnverkehr während des "Terroreinsatzes" nicht eingeschränkt. Wenigstens da nicht, wird der Pendler jetzt erleichtert aufatmen. Der übt schon regelmäßig mit der Bahn den Ausfall von Zügen, Weichen und Signalanlagen. Das ist Terror genug. Manfred Jagoda, Ismaning