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Hasenbergl:Wenn die Party wieder losgeht

Konfliktmanager sollen den Goldschmiedplatz befrieden

Wenn es um Lärm und Streit in der Nachbarschaft geht, dann sind die Wintermonate üblicherweise eine Zeit zum Durchschnaufen. Es ist kalt draußen, und selbst für das Corona geplagte Volk zu kalt, um bis spät in die Nacht im Park abzuhängen und im Vollrausch sanft die Nachbarn aus dem Schlaf zu grölen. Und so gab es auch am Hasenbergler Goldschmiedplatz, ganz am nördlichen Ende der Schleißheimer Straße, in den vergangenen Monaten keine Klagen von Anwohnern. Doch noch im Spätsommer berichteten diese aufgebracht, dass es auf dem Platz zu wilden nächtlichen Grill-Partys und Saufgelagen bis in die Morgenstunden komme - mit all den Überresten, die solche Szenen für gewöhnlich mit sich bringen. Den örtlichen Bezirksausschuss (BA) ließen die teils apokalyptischen und teils flehentlichen Schilderungen der Nachbarn nicht kalt. Er hat nun, noch bevor das Wetter mit milden Abendstunden wieder zur Ausgelassenheit einlädt, das Allparteiliche Konfliktmanagement (Akim) herbeigezogen. Die städtischen Konfliktberater sollen sich bis zur Jahresmitte an vier Abenden das Treiben auf dem Goldschmiedplatz anschauen und mit den Nachtmenschen ins Gespräch kommen. Die Mittel dafür hat der BA bei seiner jüngsten Sitzung bewilligt. Anschließend wird den Lokalpolitikern ein Bericht vorgelegt, auf dessen Grundlage sie das weitere Vorgehen überlegen wollen. Zu den Lärmstörungen komme es, laut Anwohnern, bereits seit mehreren Jahren.

© SZ vom 15.03.2021 / Jeso
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