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Hasenbergl:Neue Messungen gefordert

Sorge wegen PCB-Werten in Eduard-Spranger-Mittelschule

Aus Sorge um die Gesundheit der Schüler an der Eduard-Spranger-Mittelschule fordert der Bezirksausschuss Feldmoching-Hasenbergl neue Messungen der Raumluft. Seit 2011 ist bekannt, dass in einigen Räumen die Fugenmasse möglicherweise krebserregende polychlorierte Biphenyle (PCB) ausdünstet. Die regelmäßig durchgeführten Messungen übersteigen seither den von Bayerischen Innenministerium vorgegebenen Zielwert von 300 Nanogramm PCB in einem Kubikmeter Luft. Der kritische Grenzwert von 3000 Nanogramm wird allerdings nicht überschritten. Die letzten Messungen ergaben Werte zwischen 556 und 1470 Nanogramm. Sie fanden nach Auskunft des Referats für Gesundheit und Umwelt am 9. Februar 2019 statt. Gegenmaßnahmen wie etwa ein Latexanstrich, regelmäßiges Wischen und Lüften, hätten laut Referat zu einer Verminderung der Raumwerte geführt.

In einem Antrag fordern die Grünen nun eine neue Messung im laufenden Schuljahr. Außerdem soll das Gesundheitsreferat zusätzliche Messungen während des Schulbetriebs ansetzen.

Christine Lissner (Grüne) befürchtet, dass die Ausdünstungen im Schulalltag höher sein könnten als außerhalb der Schulzeiten, in denen die üblicherweise halbjährlichen Messungen sonst durchgeführt werden. Die Lokalpolitiker haben sich dieser Forderung einstimmig angeschlossen. Die Eduard-Spranger-Mittelschule ist die einzige Schule in München, die mit PCB zu kämpfen hat. Die Schule soll frühestens im Jahr 2022 abgerissen und neu errichtet werden.