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Harthof:Abfuhr für Kiosk-Initiative

Wiese, Bäume, Bänke, Spielgeräte: Für gastronomische Einrichtungen aber ist der Bernayspark einfach zu klein, findet die Stadtververwaltung.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Stadt will keinen kommerziellen Betrieb im "Bernayspark"

Beim Spaziergang durch den Park ein Päuschen einlegen und dabei einen Cappuccino schlürfen, während die Kinder auf der Wiese toben: So stellte sich das eine Anwohnerin vor, die sich am Grünstreifen entlang der Bernaysstraße, den sie im Viertel "Bernayspark" nennen, einen Kiosk wünschte. Ihr Antrag an den örtlichen Bezirksausschuss war inspiriert von einem Bürgerworkshop, den die städtische Gartenbauabteilung abgehalten hatte: Die Stadt sammelte Wünsche, was aus den leer stehenden Pavillons für Flüchtlinge werden soll und wie die Anlage aufgehübscht werden könnte.

Doch nun hat die städtische Lokalbaukommission der Kiosk-Idee im Bernayspark eine Absage erteilt. Die Behörde möchte keine Ausnahmeregelungen schaffen, denn die städtischen Grünflächen sollen nicht kommerziell genutzt werden, wie es heißt. Denn ein Kiosk ist eine wirtschaftliche Unternehmung - und zwar eine, die in Zukunft expandieren könnte, wie die Stadtverwaltung befürchtet. Um die Kosten zu decken und nicht nur bei gutem Wetter auftischen zu können, könnte der Kiosk bald auch Stromkabel verlegen, Gebäude und Toiletten bauen wollen und sich zu einer richtigen Gartenwirtschaft auswachsen. Dafür sei der schöne Park einfach zu klein, heißt es von der Behörde.

Denn schön soll er werden, der Bernayspark, wenn die Pavillons abgebaut sind. Die Vorplanungen hat die Gartenbauabteilung des Baureferats inzwischen abgeschlossen und will sie bald im Stadtviertelgremium, im Sommer auch den Bürgern vorstellen.