Klischees sind noch immer mit die beliebtesten Werbe-Themen. Und wenn es um ein englisches Frühstück geht, fällt einem da natürlich genauso schnell das Porridge ein wie bei den Italienern das Cornetto samt Cappuccino. Bei einem englischen Sportler wiederum fällt einem in München derzeit wahrscheinlich als Erstes Harry Kane ein, der sich am Wochenende beim Bundesliga-Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen am linken Knöchel verletzt hat und kurz vor Schluss ausgewechselt worden ist.
Und siehe da: Kane und Porridge finden nun auch zusammen. Das in München ansässige Start-up 3Bears vertreibt und bewirbt das englische Nationalfrühstück (neben Rührei, Beans und Toast natürlich). Aber Kane ist nur in zweiter Instanz Werbegesicht, vor allem ist er nun auch Gesellschafter der Firma. Der Stürmer des FC Bayern kommt in einem Werbe-Video ins Office der Three Lions, also Bears, und die Chefs sind völlig aus dem Häuschen respektive Büro. Das ist gestellt, stimmt aber wahrscheinlich. Kane sagt, dass er Harry sei und sucht etwas unbeholfen einen Arbeitsplatz. Aber klar, der ist sonst im Freien auf Rasen und nicht drinnen am Rechner.
Noch professioneller als bei der Bürostuhlsuche, fast wie beim Kopfball oder Torschuss, ist er dann beim Posieren mit dem Porridge-Glas. Der Pressemitteilung lässt sich entnehmen, dass Kane nicht nur Profi-Fußballer, sondern auch Profi-Sportler ist, einhergehend mit tiefgreifenden Erkenntnissen über die richtige Ernährung. Kane sagt: „Als Sportler ist das Frühstück die wichtigste Mahlzeit für mich.“ Was überraschenderweise nicht in der Mitteilung steht, ist, dass jeder, der diesen Müslibrei zu sich nimmt, sofort Tore schießen kann wie Kane.
Gegen Klimamüdigkeit

Schauspielerin Maria Furtwängler sieht auch die Film- und TV-Branche in der Verantwortung, Klimaschutz auf die Agenda zu bringen und damit gegen die „Klima-Müdigkeit“ vieler Menschen anzukämpfen. In einem Interview bei der Klimakonferenz von Spiegel und der Boston Consulting Group sagte Furtwängler: „Ich kann an ganz vielen Ebenen überlegen, wie erzähle ich das in unserem Alltag mit.“ Das berichtet das Medienmagazin Turi2. So könnten in einem Film auf dem Grill auch mal Auberginen statt Schnitzel gezeigt werden, regt Furtwängler an. Auch dürfe der Porsche auf dem Bildschirm vielleicht nicht mehr als erstrebenswertes Statussymbol dargestellt werden.
In einem neuen „Tatort“ wolle sie sich auch mit Pestiziden befassen. Unter Berufung auf eine eineinhalb Jahre alte Erhebung zum TV-Programm weist Furtwängler darauf hin, dass das Thema Klima gerade einmal in 1,8 Prozent der Sendeminuten behandelt würde. Die Krise des Themas habe auch damit zu tun, dass Medienschaffende darauf verzichteten, glaubt sie. Mit einer ARD-Doku, die sich mit dem Insektensterben befasst, will Furtwängler mit gutem Beispiel vorangehen.
Sie wünscht sich, dass das Thema Umwelt- und Klimaschutz aus seiner „parteipolitischen Aufladung“ gelöst wird. „Es als grün oder links abzustempeln ist fatal“, sagte die 58-Jährige im Interview mit dem Spiegel. „Der Erhalt der Schöpfung ist ein Menschheitsthema und im Kern doch erzkonservativ.“ Furtwängler setzt sich seit mehreren Jahren für den Artenschutz ein. In der vergangenen Woche war sie eine der Gastgeberinnen der DLD Nature-Konferenz in München.
Für Gorillas

Bekannt ist Hannes Jaenicke aus zahlreichen Film- und Fernsehrollen oder als Synchronsprecher. Der 64-Jährige ist aber auch Umweltaktivist und seit Jahren unter anderem für Tiere aktiv. Nun hat Jaenicke, der am Ammersee lebt, sein erstes Kinderbuch geschrieben, das nun erschienen ist. „Mukiza“ erzählt die Geschichte eines Berggorillas, der in einem Nationalpark im zentralafrikanischen Uganda geboren wird. Dort wächst er scheinbar unbeschwert in einer Gruppe von Berggorillas auf. Doch schnell lernt der kleine Affe: Neben allem Schönen und Spannenden lauern im Regenwald auch Gefahren.
Mit Bison

Adnan Maral macht sich quer durch Bayern auf die Suche nach regionalen und saisonalen Zutaten. Er kostet Bio-Gewürze in Bad Tölz, entdeckt das Superfood Tempeh in einer Manufaktur im Allgäu und einiges mehr. Mit den Produkten bereitet er zusammen mit Grillpartnerin Ivana Sanshia Austermayer ganz neue Gerichte zu. Ivana, geboren in Deutschland und in Südafrika aufgewachsen, ist Köchin mit Leib und Seele. Mit 19 Jahren begann sie ihre Ausbildung in Johannesburg, 2017 kam sie nach München, wo sie Kochkurse gibt und sich als Privatköchin selbständig gemacht hat.
Im vierten Teil einer neuen Staffel im BR (alle Folgen in der ARD-Mediathek) am Sonntag, 6. Oktober, geht es um Bisons. An die 80 Bisons grasen im Landkreis Freising, die größte Bison-Herde Deutschlands. Ivana und Adnan überlegen, was man aus dem Fleisch dieser mächtigen Tiere am Grill zaubern kann. Es gibt ein mit Koriander-Pesto gefülltes Rib-Eye-Steak und in Biersoße geschmorte Bisonschulter. Dazu Grillkartoffeln und Rote-Bete-Salat.
Über Selbstliebe

Katrin Loch, 41, kann reden, eine Jury war nun sogar der Meinung, dass sie besser sprechen konnte als viele anderen 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 13 Ländern beim 19. Internationalen Speaker Slam in Mastershausen. Im Unterschied zu etwa einem Poetry Slam geht es nicht um Reime, sondern um eine überzeugende Rede. Jeder Teilnehmende hat vier Minuten, die Münchnerin Loch betitelte ihre Kurzrede mit „Verliebe Dich in Dich selbst. Erschaffe Dir ein Leben, das Du liebst.“ Klingt nach Ratgeberliteratur, war aber ein offenbar überzeugender Auftritt der Frau, die als Vortragsrednerin und „Expertin für positives Mindset“arbeitet.

