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Bikini Mitte:Mehr Sommer ist grad nirgends

Die Macher von Erste Liga und Blumenbar haben sich an der Sonnenstraße mit dem Bikini Mitte ihre neue "Homebase" geschaffen.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Das "Bikini Mitte" ist beides, Deli und Bar: Tagsüber gibt es Bowles, abends Drinks und durch die Fensterfront lässt sich das Treiben auf der Sonnenstraße beobachten.

Bikini ist ein wunderbares Wort, weil es an den Sommer erinnert. Bikini erinnert auch an leichtbekleidete Frauen. Was Bikini heißt, muss nach Sonnencreme und Meerwasser riechen, eh klar. Weitere Assoziationen brauchten auch Hubertus Becker und Marc Deininger nicht, um überzeugt zu sein, dass Bikini der perfekte Name für ihre Bar sein würde. Aus geografischen Gründen haben sie noch ein "Mitte" hinten dran gehängt, so heißt das Ding jetzt "Bikini Mitte - Deli & Bar" und befindet sich an der Sonnenstraße, in den Räumen des früheren "Bon Valeur".

Der kleine Raum ist perfekt umgebaut, eine u-förmige Bank schmiegt sich um die große Glasfront, durch die man das Treiben draußen beobachten kann. In der Mitte eine große Bar, hinter der den halben Tag lang Essen und Kaffee und von Donnerstag bis Freitag ab 19 Uhr Drinks zubereitet werden. Das "Bikini"-Mosaik haben die Betreiber Becker und Deininger selbst zusammengesetzt, wie sie auch die ganze Bar selbst nach ihren Vorstellungen umgebaut haben. Die beiden sind bekannt in der Stadt - gemeinsam haben sie die Erste Liga und die Blumenbar gemacht. "Jetzt wollten wir eine Home Base für uns schaffen", sagt Becker. "Ein Ort, an dem wir uns und man uns treffen kann." Ein Ort, an dem er außerdem die Redaktionssitzungen des Superpaper halten kann, das Stadtmagazin, das Becker ebenfalls herausgibt.

Ihr Konzept ist so einfach wie überzeugend. Zum Lunch gibt es Bowles, also wörtlich Schüsseln, gefüllt mit beispielsweise Couscous, Gemüse und Fleisch - ein Ergebnis von Beckers Reisen in die USA, wo es vor allem in New York nichts zu essen gibt, das nicht auch in einer Schüssel dargereicht werden kann. Am Abend stehen Longdrinks auf der Karte (Gin Tonic und Dark'n Stormy für je 7,50 Euro), wechselnde DJs und gedimmtes Licht machen aus dem Bikini-Deli dann die Bikini-Bar. "Bei uns sollen die Leute ihren Abend starten", sagt Becker, "und dann gegen zwei oder drei Uhr noch in den Club weiterziehen." Sofern sie nicht im Bikini versacken. Mehr Sommer ist jedenfalls zurzeit nirgends.