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Bar Más y Más:Das Beste aus den Küchen von Feuerland bis Mexiko

Iberoamerikanische Speisen und Getränke verspricht die neue Bar Más y Más in der Buttermelcherstraße.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Frischer Sangria ohne Kopfweh, chilenischer Pisco und natürlich Tapas: In dieser Bar lässt sich ein kleiner Ausschnitt der iberoamerikanischen Ess- und Trinkkultur entdecken.

An Bars und Restaurants, die sich einer typischen Küche oder besonderen landesüblichen Getränken verschrieben haben, mangelt es nicht gerade in München. Das neue Más y Más im Glockenbachviertel will sich aber gleich einem ganzen Kontinent widmen. Iberoamerikanische Speisen und Getränke, mit diesem Versprechen hat die Bar vor einer Woche in der Buttermelcherstraße eröffnet.

Iberoamerika, das reicht von Feuerland an der südlichsten Spitze Südamerikas bis nach Nordmexiko - ein durchaus ambitioniertes Projekt, daraus nun eine Speise- und Getränkekarte zu entwickeln und aus dieser Kulturenvielfalt ein passendes Ambiente für eine Bar herauszufiltern. Aber man muss das Ganze auch nicht so eng sehen.

Eine charmante Bar

Schließlich ist jede italienische Eisdiele, jedes griechische Restaurant und jede mexikanische Bar auch nur eine eigene kleine Welt, die weder Italien noch Griechenland oder Mexiko repräsentiert. Und tatsächlich ist den drei Betreibern vom Más y Más, den Brüdern Oskar und Michael Wolf sowie Waldemar Moor, eine charmante neue Bar gelungen.

Der große Raum ist in ein warmes, gedämpftes Licht getaucht, was an den Kerzen auf den Tischen und den gelb gestrichenen Wänden liegt. Die Tische und Fensterrahmen sind aus dunklem Holz, ebenso der Tresen, der eine lange Geschichte hat. Er steht schon seit 25 Jahren in der Buttermelcherstraße 17, wie Oskar Wolf erzählt, zuvor habe er in einer Londoner Location bereits als Tresen gedient.

In den Räumen des Más y Más war bis vor einem Jahr noch das mexikanische Restaurant Joe Peñas. Dort hat Oskar Wolf vor 20 Jahren als Geschirrspüler angefangen, bis er schließlich der Barchef war. Auch sein Bruder und Moor hatten im Joe Peñas gearbeitet. Als der Laden dicht machte, beschlossen die drei, dass sie an der Stelle eine neue Bar eröffnen wollten, aber nicht Texmex, das sei nicht mehr zeitgemäß.

Die Betreiber bieten Cocktails und 14 verschiedene Tapas sowie Fleisch, Fisch und vegetarische Gerichte an.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Das Beste aus den Küchen

Tapas fanden sie gut, aber nicht ausschließlich. Sangria, aber nicht die billige Mischung, sondern eine mit frischen Säften und gutem Wein. Mexikanische Fajitas und peruanisches Ceviche. Sie wollten sich das Beste herauspicken aus allen Küchen Süd- und Mittelamerikas und auch aus Spanien und Portugal. Daher bieten sie nun neben 14 verschiedenen Tapas auch eine Grillküche an, die Fisch, vegetarisches Essen und Fleisch umfasst.

Alles aus frischen Zutaten zubereitet. Sogar das Quittenmus sei hausgemacht. Als besondere Spezialität mixen sie Sangria selbst (ein Liter für 24,50 Euro, montags für 19,50), bei der man keine Angst vor Kopfweh haben müsse. Cocktails gibt es zwischen 7,50 und 9,50 Euro. Dabei ist mexikanischer Tequila wie chilenischer Pisco. Saftschorlen (0,4 Liter) gibt es für 3,90 Euro.

Irgendwie hat das Más y Más tatsächlich ein Flair wie, tja, wie eine mexikanische, kubanische oder doch eher spanische Bar? Dabei haben die drei nicht den Fehler gemacht, den Raum mit traditionellen Anden-Decken, Maya-Figuren oder Che-Guevara-Poster vollzustopfen. Stattdessen ist die Bar angenehm schlicht gehalten, nur an einigen Stellen ist der iberoamerikanische Bezug zu sehen: drei Wandgemälde im Stil alter Werbeplakate, für mexikanisches Bier und jamaikanischen Rum.